Italienische Landwirte können bald auch Strom aus Sonnenkollektoren verkaufen

Italienische Landwirte können nun auch den selbst erzeugten Strom ihrer Solarpanels an Energieunternehmen verkaufen. Der italienische Landwirtschaftsminister Stefano Patuanelli bestätigte dies dem EU-Kommissar Wojciechowski während des LNV-Ministertreffens in der vergangenen Woche.

Das EU hat kürzlich einen neuen Energieplan angekündigt, der größtenteils durch freigegebene Zuschüsse aus dem großen Corona-Wiederherstellungsfonds finanziert wird. Dies soll unter anderem Landwirten ermöglichen, erneuerbare Energie an europäische Stromnetze zu verkaufen. 

Dies könnte europäischen Landwirten, die im großen Stil Solarmodule installieren, eine neue Einkommensquelle eröffnen. Es würde auch dazu beitragen, die Nachfrage nach anderen Energiearten, einschließlich Erdgas, nach dem Krieg zwischen Russland und der Ukraine zu verringern. 

Im März unterzeichnete Minister Patuanelli ein Dekret, das 1,5 Milliarden Euro für erneuerbare Energien in acht Regionen Süditaliens vorsieht. Vor dem Erlass durften italienische Landwirte Solarstrom für den Eigenbedarf produzieren, aber überschüssige Energie nicht ins Stromnetz zurückspeisen. 

Laut Patuanelli-Mitarbeitern wird das Recht zum Weiterverkauf des Solarstroms in die Gemeinsame Agrarpolitik der Europäischen Union (EU) aufgenommen, die ab Juli diskutiert wird und im Januar 2023 in Kraft tritt.