Freitag, 7. Oktober 2022
Zuhause EUC LNV-Minister sehen weniger Dünger in EU ' organischer' sitz nicht so

LNV-Minister sehen in EU „weniger Dünger; mehr bio' nicht so

Die Landwirtschaftsminister der meisten EU-Länder haben erhebliche Vorbehalte gegen die im vergangenen Monat vorgestellte neue Düngemittelverordnung der Europäischen Kommission. Den meisten Agrarministern missfällt, dass Brüssel vorschreiben will, um wie viel Prozent weniger Dünger verwendet werden darf. Sie unterstützen den Plan allenfalls „in groben Zügen“, haben aber Einwände und Vorbehalte zu allen möglichen Aspekten.

Nur eine Handvoll Länder, darunter die Niederlande, sind sich im Voraus einig, dass die europäische Lebensmittelproduktion in der Landwirtschaft und Tierhaltung nachhaltiger und ökologischer werden soll. 

Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides machte gegenüber dem monatlichen EU-Landwirtschaftsrat deutlich, dass sich die Kommission für den Green Deal und Farm-to-Fork einsetzt und dass „Nichtstun keine Option ist“. Sie sagte, dass für jedes Land ein individueller flexibler Ansatz möglich sein wird und dass Brüssel die Berechnungsmethode für die „Prozentsätze pro Land“ veröffentlichen wird.

Kommissarin Kyriakides stellte auch klar, dass es „kein Verbot“ geben werde und dass Chemikalien „als letztes Mittel“ bleiben würden, wenn nichts anderes möglich sei.

Viele Minister sagen, dass ihr Land in den letzten Jahren bereits viel Dünger reduziert hat und dass dies in irgendeiner Weise belohnt werden sollte. Die Tatsache, dass jedes Land mindestens 35% reduzieren muss, macht für diese Länder keinen Sinn. Es gibt auch Proteste dagegen, dass Düngemittel in „gefährdeten gebieden“ wie Wäldern und Natura-2000 gebieden gar nicht mehr zugelassen werden sollen. 

Für einige Länder (wie Schweden oder Finnland mit viel Wald oder Slowenien und Griechenland mit vielen natürlichen Ressourcen) würde dies eine erhebliche Verringerung der landwirtschaftlichen Mitnutzung bedeuten. Diese Länder plädieren für eine andere Skalierung von schädlichen und verbotenen Substanzen gegenüber leicht schädlichen.

Kyriakides sagte den murrenden Ministern, dass das neue Düngemittelgesetz nicht heute oder morgen in Kraft trete, sondern nach einer Übergangszeit. Sie bestritt auch, dass es für die meisten chemischen Pestizide noch keinen brauchbaren Ersatz gebe.

Sie wies darauf hin, dass die Europäische Kommission in den letzten Jahren mehr als 20 neue Pestizide zugelassen habe. Darüber hinaus können die EU-Länder Landwirte über die Eco-Schemes der neuen Agrarpolitik subventionieren, wenn sie von Chemikalien auf umweltfreundliche Pestizide umsteigen.

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