Ein niederländischer Spitzenbeamter führte vergangene Woche in Madrid Gespräche mit den spanischen Verfassern dieses Wunschpakets, woraufhin das niederländische Anliegen als eines der Hauptelemente dem Paket hinzugefügt wurde. Viele Minister ließen am Montag durchscheinen, dass sie der Meinung sind, die Europäische Kommission müsse nun endlich eine Entscheidung über die Zulassung neuer Mittel als Ersatz für Kunstdünger treffen.
Frühere Berichte von EU-Experten haben gezeigt, dass die Ergebnisse des niederländischen Pilotprojekts darauf hindeuten, dass es weniger umweltschädlich ist als herkömmlicher Mist. Berichten zufolge möchte die Europäische Kommission an dem Kriterium festhalten, dass verarbeiteter und gereinigter Mist-Ersatzstoff weiterhin ein „tierisches Produkt“ ist.
In diesem Fall darf er nicht überall uneingeschränkt verwendet werden. Wojciechowski wollte dazu nichts sagen und verwies auf seine Präsentation im kommenden Frühjahr.
Wojciechowski machte jedoch deutlich, dass die Öffnung der finanziellen Agrarkrisenreserve nicht wirklich viel bewirken wird. In diesem Krisenfonds sind etwa 450 Millionen Euro vorhanden, während grobe Schätzungen jetzt bereits von Milliarden höheren Kunstdünger-Rechnungen in der gesamten EU ausgehen. Außerdem kann dieses Geld nur eingesetzt werden, wenn alle 27 Länder zustimmen, und das ist noch nicht der Fall.
Der spanische Plan mit „sofort umsetzbaren Projekten“ wurde von den EU-Minister*innen in Brüssel eingereicht, aus Unzufriedenheit über die kürzliche Kunstdünger-Ankündigung von Landwirtschaftskommissar Janusz Wojciechowski. Dieser überließ eine mögliche Kompensation für den teuren Kunstdünger den nationalen Regierungen und sagte, dass er im Frühjahr mit einem Plan zur Zulassung umweltfreundlicher landwirtschaftlicher Mittel kommen werde. Dabei ist immer noch unklar, welche Kriterien mögliche neue Mittel erfüllen müssen.

