Die strengeren Kriterien sind Teil des Pakets, das der EU-Klimakommissar Wopke Hoekstra bald zur internationalen Klimakonferenz COP28 in Dubai mitnimmt.
Neue Lastwagen dürfen im Jahr 2030 nur noch 45 % der aktuellen CO2-Emissionen ausstoßen, und zehn Jahre später muss dies um 90 % reduziert sein. Die neuen Regelungen gelten auch für mittelgroße Lastwagen (über dem maximalen Gewicht von 5 Tonnen) und kleine Personenbusse. Die Umweltminister der 27 EU-Länder wollen damit die Autoindustrie dazu anregen, schneller auf die Produktion saubererer und/oder elektrischer Fahrzeuge umzusteigen.
Die Umweltminister erkennen an, dass von einigen Fahrzeugtypen jährlich so wenige hergestellt und verkauft werden, dass es kaum einen Marktmechanismus gibt, der die Hersteller zum Wechsel zu völlig neuen Typen veranlasst.
Deshalb stehen auf der Ausnahmeliste neben Traktoren und landwirtschaftlichen Fahrzeugen auch Müllwagen, Feuerwehrfahrzeuge, Krankenwagen, militärische (kettengetriebene) Fahrzeuge und weiterer Spezialtransport.
Ein Vorschlag, den gesamten Busverkehr in der EU bereits 2030 vollständig stickstofffrei fahren zu lassen, wurde auf Antrag von Frankreich und Estland um fünf Jahre verschoben und soll zunächst nur für Stadtbusse gelten, nicht für den Regionalverkehr.
Ziel ist es, die CO2-Emissionen im Straßenverkehr für 2030, 2035 und 2040 weiter deutlich zu senken. Ähnliche Pläne werden auch für die Schifffahrt und den Luftverkehr vorbereitet. Auch diese Branchen sollen innerhalb der EU ihre Stickstoffemissionen erheblich reduzieren. Das Ergebnis der strengeren Abgasnormen wird von der (neuen) Europäischen Kommission zwischenzeitlich (im Jahr 2027) bewertet.

