Freitag, 30. September 2022
Zuhause EP EU-Politiker wollen weniger Methanemissionen, um die globale Erwärmung zu verlangsamen

EU-Politiker wollen weniger Methanemissionen, um die globale Erwärmung zu verlangsamen

Die Europäische Union muss beim bevorstehenden Klimagipfel in Glasgow ein globales Methanabkommen anstreben. Das sagt das Europäische Parlament. Durch die Bekämpfung der Methanemissionen innerhalb und außerhalb von EU können die Pariser Klimaziele erreicht werden.

Methan ist als Treibhausgas etwa 25-mal so stark wie Kohlendioxid und verursacht die globale Erwärmung. Zehn Prozent der EU-Emissionen sind Methan. Auch im EU müssen strengere Kontrollen bei der Einfuhr von Öl und Gas eingeführt werden.

Am 31. Oktober beginnt im schottischen Glasgow eine große Klimakonferenz. Dann kommen Länder und Organisationen zusammen, um über neue Lösungen zur Bekämpfung der globalen Erwärmung zu diskutieren. Auch das EU ist dort vertreten. Das Europäische Parlament hat eine Entschließung zur Strategie und zum Einsatz des EU angenommen.

Die Reduzierung der Methanemissionen ist das Herzstück der EU-Strategie. Dies kostet laut Parlament am wenigsten und führt zu der höchsten Reduzierung der Treibhausgasemissionen. Wenn es nach den Abgeordneten geht, muss in Glasgow ein weltweites Methanabkommen geschlossen werden.

Durch den Fokus auf den Ausstieg aus Methangasen im EU können wir die Klimaziele des Pariser Abkommens einfacher und kostengünstiger erreichen, so das Parlament. Den größten Anteil daran hat die Landwirtschaft, denn Vieh – insbesondere Kühe – emittiert viel Methangas.

Die Abgeordneten wollen daher in den EU-Mitgliedstaaten neue Maßnahmen, die diese Emissionen reduzieren. Gleichzeitig muss verhindert werden, dass die Lebensmittelproduktion außerhalb des EU verlagert wird, um diese neuen Regeln zu vermeiden.

Fossile Brennstoffe müssen so schnell wie möglich abgeschafft werden, meint das Europäische Parlament. Da mehr als 80 Prozent des Öl- und Gasverbrauchs im EU aus importierten Rohstoffen stammen, müssen strenge Kontrollen eingeführt werden. Fossile Brennstoffe wie Öl und Gas dürfen künftig nur noch importiert werden, wenn sie den EU-Vorschriften entsprechen.

Die griechische Europaabgeordnete Maria Spyraki hat den Bericht vor der Entschließung verfasst. Sie sagt: „Wir müssen sofort handeln und konkrete Ergebnisse bei der Reduzierung der Treibhausgasemissionen liefern, um die Menschen und den Planeten heute und in Zukunft zu schützen. Durch die Festlegung verbindlicher Ziele für die Methanreduzierung kann das EU eine Schlüsselrolle dabei spielen, den Rest der Welt dazu zu bringen, dasselbe zu tun.“

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