Die Europäische Union muss bei dem bevorstehenden Klimagipfel in Glasgow ein weltweites Methanabkommen anstreben. Dies fordert das Europäische Parlament. Durch die Eindämmung der Methanemissionen innerhalb und außerhalb der EU können die Klimaziele von Paris erreicht werden.
Methan ist als Treibhausgas etwa 25-mal stärker als Kohlendioxid und trägt zur Erderwärmung bei. Zehn Prozent der EU-Emissionen bestehen aus Methan. Außerdem sollen strengere Kontrollen beim Import von Öl und Gas in der EU eingeführt werden.
In dem schottischen Glasgow beginnt am 31. Oktober eine große Klimakonferenz. Dort treffen sich Länder und Organisationen, um über neue Lösungen zu diskutieren, die die Erderwärmung bekämpfen sollen. Die EU ist ebenfalls vor Ort. Für die Strategie und das Engagement der EU hat das Europäische Parlament eine Entschließung verabschiedet.
Die Reduzierung der Methanemissionen bildet den Kern der EU-Strategie. Nach Aussage des Parlaments ist dies mit den geringsten Kosten verbunden und führt zur größten Verringerung der Treibhausgasemissionen. Die Europaabgeordneten wollen, dass in Glasgow ein globales Methanabkommen geschlossen wird.
Indem auf den Abbau von Methangasen in der EU gesetzt wird, können die Klimaziele des Pariser Abkommens leichter und kostengünstiger erreicht werden, so das Parlament. Die Landwirtschaft trägt hier den größten Anteil, da die Viehhaltung – vor allem Kühe – viel Methan ausstößt.
Die Europaabgeordneten fordern daher neue Maßnahmen in den EU-Mitgliedstaaten, um diese Emissionen zu verringern. Gleichzeitig soll verhindert werden, dass die Lebensmittelproduktion außerhalb der EU verlagert wird, um die neuen Regeln zu umgehen.
Fossile Brennstoffe sollen so schnell wie möglich abgebaut werden, fordert das Europaparlament. Da über 80 Prozent des Öl- und Gasverbrauchs in der EU aus importierten Rohstoffen stammt, müssen hier strenge Kontrollen eingeführt werden. Fossile Brennstoffe wie Öl und Gas dürfen zukünftig nur noch importiert werden, wenn sie den EU-Vorschriften entsprechen.
Die griechische Europaabgeordnete Maria Spyraki schrieb den Bericht, der der Entschließung voranging. Sie sagt: „Wir müssen sofort handeln und konkrete Ergebnisse bei der Verringerung der Treibhausgasemissionen erzielen, um Mensch und Planet heute und in Zukunft zu schützen. Indem verbindliche Ziele für die Methanreduzierung festgelegt werden, kann die EU eine Schlüsselrolle spielen, damit der Rest der Welt ebenfalls handelt.“

