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Europaparlament: keine Agrarimporte bei ungleichen Wettbewerbsbedingungen

Iede de VriesIede de Vries

Die EU-LĂ€nder sollten das Freihandelsabkommen mit den Mercosur-Staaten nicht ratifizieren, solange diese sĂŒdamerikanischen LĂ€nder sich nicht an internationale Umwelt- und Klimaabkommen halten. Außerdem sollte die EU ein Importverbot fĂŒr argentinische Fleischprodukte verhĂ€ngen. Dies fordern der Umweltausschuss ENVI und der Landwirtschaftsausschuss AGRI des EuropĂ€ischen Parlaments.

Mit dieser Haltung schließen sich diese beiden AusschĂŒsse frĂŒheren Positionen internationaler Umweltorganisationen und europĂ€ischer Agrarorganisationen an. Sie haben darauf hingewiesen, dass in Brasilien kaum etwas gegen das Abholzen und Abbrennen von Teilen des Amazonas-Regenwaldes unternommen wird. Sie sehen darin einen Widerspruch zu den strengen Umweltkriterien, die die EU sich heute selbst auferlegt.

Die beiden AusschĂŒsse haben eine gemeinsame Position zur "Vom-Hof-auf-den-Tisch-Strategie" (F2F) der europĂ€ischen Klima-, ErnĂ€hrungs- und Landwirtschaftskommissare Timmermans, Kyriakides und Wojciechowski eingenommen. Diese neue ErnĂ€hrungsstrategie bildet einen wichtigen Bestandteil des Green Deal, der auch auf verĂ€nderte Produktionsmethoden in der Landwirtschaft abzielt, einschließlich einer deutlichen EinschrĂ€nkung des Einsatzes chemischer Pflanzenschutzmittel.

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Die beiden AusschĂŒsse stimmten einer Reihe von VorschlĂ€gen zu, um Lebensmittel nachhaltiger, gesĂŒnder und tierfreundlicher zu machen sowie mehr lokal zu produzieren. Unter anderem wurden VorschlĂ€ge unterstĂŒtzt, die Viehdichte in Europa zu verringern, den GemĂŒse- und Obstkonsum attraktiver zu gestalten und den Pestizideinsatz zu reduzieren.

Auch wird unter anderem fĂŒr ein Lebensmittel-Importverbot aus DrittlĂ€ndern plĂ€diert, die nicht den europĂ€ischen Standards entsprechen. Dies ist in landwirtschaftlichen Kreisen ebenfalls ein hĂ€ufig gehörter Einwand gegen unfaire Wettbewerbsbedingungen.

Es wird unter anderem auf argentinisches Pferdefleisch verwiesen, von dem die Niederlande jĂ€hrlich 3 bis 4 Millionen Kilo importieren, da Fleisch von gestohlenen und nicht gekennzeichneten Pferden in großem Umfang ĂŒber argentinische Schlachthöfe in die Lebensmittelkette – und nach den Niederlanden – gelangt.

Die beiden EP-AusschĂŒsse stimmten am Donnerstag ĂŒber einen Initiativbericht der Europaabgeordneten Anja Hazekamp (Niederlande, Partei fĂŒr die Tiere) und des Christdemokraten Herbert Dorfmann (Italien, EVP) ab. Darin enthalten sind ihre VorschlĂ€ge fĂŒr Anpassungen in der F2F-Strategie. In Trilog-Verhandlungen mit den Kommissaren und den 27 EU-LĂ€ndern soll in der kommenden Zeit ein gemeinsames Paket daraus geschnĂŒrt werden.

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Dieser Artikel wurde von Iede de Vries geschrieben und veröffentlicht. Die Übersetzung wurde automatisch aus der niederlĂ€ndischen Originalversion generiert.

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