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Europaparlament versucht erneut, Tiertransporte über See zu verhindern

Iede de VriesIede de Vries
Schwein auf Lastwagen-Transport zur Fabrik

Das Europäische Parlament entscheidet diese Woche, dass der Transport von lebenden Tieren in der EU weiter eingeschränkt werden muss. In Straßburg wird nicht nur über die jüngsten Empfehlungen eines Sonderausschusses abgestimmt, sondern auch über zusätzliche Vorschläge.

Einige Abgeordnete versuchen mit noch strengeren Änderungsanträgen ein vollständiges Verbot von Transporten aller lebenden Tiere durchzusetzen. Ab 2023 dürfen Fahrten mit Schlachtungstieren nicht länger als acht Stunden dauern und dürfen nicht bei Temperaturen über dreißig Grad stattfinden.

Eine Ausnahme für bestimmte Transporte über 35 Grad wird gestrichen. Es sollen bessere Haltestellen geschaffen werden sowie Kameras für Kontrollen an Lade- und Entladeplätzen für Tiere. Auch wird der Transport von Tieren unter 35 Tagen verboten.

Die neuen Regeln gelten jedoch nicht für den Transport von Nicht-Schlachttieren und auch nicht für Transporte über See. Das Europaparlament will dem sogenannten „Herumschleppen von Tieren“ ein Ende setzen, bei dem Vieh in einem EU-Land gezüchtet, in anderen Ländern geschlachtet und in weiteren Ländern verarbeitet und verpackt wird.

Abgeordnete von den Grünen und der Partei für die Tiere haben Änderungsanträge für ein Transportverbot von mehr als 8 Stunden für alle Tiere eingebracht, nicht nur für Schlachttiere. Das soll auch für alle Transporte über See gelten; höchstens bis zu 24 Stunden. Im ANIT-Ausschuss endete die Abstimmung hierzu mit 30 gegen 30 Stimmen und einer Enthaltung unentschieden. Im Plenum könnte es dennoch eine Mehrheit geben.

In einem Vorschlag für eine Transportbegrenzung von 24 Stunden für den Tiertransport über See bleibt der irische Kalb-Export auf das EU-Festland unberührt. Das würde jedoch den Export in Länder außerhalb der EU blockieren.

Die Transporte von zehntausenden Schafen von rumänischen Häfen über das Schwarze Meer und den Bosporus in islamische Länder im Nahen Osten sind seit vielen Jahren umstritten. Auch der Versand von Kälbern aus spanischen Häfen nach Nordafrika fällt in die Kategorie „Export außerhalb der EU“.

Viele Ausschussmitglieder wollen dem sogenannten „Herumschleppen von Tieren“ ein Ende setzen, bei dem Vieh in einem EU-Land gezüchtet, in anderen Ländern geschlachtet und in wieder anderen Ländern verarbeitet und verpackt wird. Warum lebende Tiere transportieren, wenn man auch ihre Kadaver befördern kann?, wurde letzten Monat im ANIT-Ausschuss angemerkt.

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Dieser Artikel wurde von Iede de Vries geschrieben und veröffentlicht. Die Übersetzung wurde automatisch aus der niederländischen Originalversion generiert.

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