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Europaparlament will weniger Gift für Bestäuber; Bauern fürchten Ernteausfälle

Iede de VriesIede de Vries
Foto von Joao Marcelo Marques auf UnsplashFoto: Unsplash

Das Europäische Parlament fordert neue, weitreichendere Maßnahmen zum besseren Schutz von Bienen und anderen Bestäubern. Die Abgeordneten rufen die Europäische Kommission dazu auf, die im Jahr 2018 eingeführte „EU-Initiative zum Schutz der Bestäuber“ zu verstärken.

In einer in der Plenarsitzung in Straßburg verabschiedeten Resolution begrüßt das Parlament, dass den Ursachen des Verschwindens von Bestäubern, wie Veränderungen in der Landnutzung, Lebensraumverlust, intensive Landwirtschaft, Einsatz von Pestiziden und Umweltverschmutzung, bislang nicht ausreichend Aufmerksamkeit gewidmet wird.

Eine Mehrheit des Europäischen Parlaments möchte zudem, dass das Pflanzenschutzmittel Mancozeb ab dem 31. Januar in der EU verboten wird. Die Europäische Kommission beabsichtigt, die Zulassung des Fungizids um ein Jahr zu verlängern, aber eine Mehrheit von 443 Abgeordneten stimmte am Mittwoch für einen Einspruchsantrag der niederländischen Europaabgeordneten Anja Hazekamp (Partei für die Tiere). Die Europäische Kommission muss nun ihre frühere Entscheidung erneut überdenken.

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Mancozeb wird von Toxikologen mit einem erhöhten Parkinson-Risiko in Verbindung gebracht. Ein niederländisches Fernsehprogramm berichtete im September über eine stark erhöhte Zahl von Parkinson-Erkrankten auf dem Land, wo Mancozeb oder ähnliche Pflanzenschutzmittel verwendet werden. Mancozeb ist in Niederlande das meistverkaufte Fungizid.

Die Europaabgeordneten fordern, dass die Europäische Kommission ein umfassendes Aktionsprogramm entwickelt und ausreichende Mittel bereitstellt. Nach den derzeitigen Kriterien wird eine große Anzahl aktiver Wirkstoffe im Pflanzenschutz die Zulassung verlieren.

Der europäische Dachverband der Pflanzenschutzmittelhersteller warnt, dass dadurch die Nahrungsmittelernten in Europa schrumpfen werden, und zwar um bis zu 30 % bei Kartoffeln, Zuckerrüben, Trauben und Raps sowie um 7 % bei Weizen, Gerste und Mais. Die EU könnte dadurch beispielsweise bei Kartoffeln und Gerste zu einem Nettoimporteur werden.

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Dieser Artikel wurde von Iede de Vries geschrieben und veröffentlicht. Die Übersetzung wurde automatisch aus der niederländischen Originalversion generiert.

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