Das EuropĂ€ische Parlament hat der Ernennung von zwei neuen EU-Kommissaren zugestimmt, die Entscheidung ĂŒber einen dritten Kandidaten jedoch ausgesetzt. Die französische und die rumĂ€nische Kandidatin Thierry Breton und Adina VÄleanis dĂŒrfen im tĂ€glichen EU-Management tĂ€tig werden. Der ungarische Kandidat Oliver VĂĄrhelyi ist bezĂŒglich seiner Stelle noch nicht sicher.
Das EuropĂ€ische Parlament möchte von dem ungarischen Kandidaten zunĂ€chst eine schriftliche ErklĂ€rung ĂŒber seine vollstĂ€ndige UnabhĂ€ngigkeit vom ungarischen Premierminister Viktor OrbĂĄn. VĂĄrhelyi war in den vergangenen Jahren der ungarische Botschafter bei der EU und galt fĂŒr einige EU-Politiker als Sprachrohr Budapest.
Er soll kĂŒnftig die Rechtsstaatlichkeit bei den Beitrittskandidaten bewerten, wĂ€hrend die ungarische Regierung unter Viktor OrbĂĄn in diesem Bereich stark kritisiert wird. Besonders die sozialdemokratische S&D-Fraktion fordert von dem neuen parteilosen ungarischen Kandidaten eine schriftliche ErklĂ€rung, in der er sich vom antieuropĂ€ischen Kurs OrbĂĄns distanziert. Die GrĂŒnen, die Sozialdemokraten, aber auch die Liberalen möchten spĂ€ter möglicherweise eine zweite Anhörung ansetzen.

