Den neuesten Prognosen zufolge erhält die Parteienkombination 8 Sitze, einen Sitz weniger als bei den vorherigen Europawahlen 2019. Auch die rechtsextreme PVV kommt auf 8 Sitze. Die statistische Schwankungsbreite pro Partei beträgt plus oder minus 1 Sitz, sodass das tatsächliche Ergebnis (Sonntagabend oder Montagmorgen) entscheidend sein wird.
Die meisten EU-Länder halten die Wahlen am Sonntag ab. Auch landesweite oder regionale Wahlen finden in den meisten europäischen Ländern an einem Sonntag statt. In den Niederlanden besteht die Tradition, an Werktagen zu wählen.
Die Prognose des Ergebnisses in den Niederlanden bei den Europawahlen, bei denen GroenLinks-PvdA als größte Partei hervorgehen scheint, zeigt, dass der Aufschwung der PVV im November letzten Jahres vorerst eine einmalige Erscheinung ist. Die Niederlande machten damals eine Rechtsverschiebung.
Der Erfolg der PVV blieb im Ausland nicht unbeachtet. Dort wird das Ergebnis als „überraschend“ bezeichnet und auch als Vorbote einer europäischen Rechtsverschiebung vorausgesagt.
"Rechte und radikal-rechte Parteien werden voraussichtlich in vielen der 27 EU-Mitgliedsstaaten erhebliche Wahlerfolge erzielen, und die vorläufigen Ergebnisse in den Niederlanden scheinen ein Vorbote davon zu sein“, schreibt die BBC.
Der britische Sender stellt jedoch auch fest, dass die PVV von Geert Wilders ihren landesweiten Aufschwung nicht wiederholen konnte. Linke und Zentrumparteien in anderen EU-Ländern werden aus dem Ergebnis in den Niederlanden Zuversicht schöpfen.

