Der niederländische Politiker Jesse Klaver wurde vom amerikanischen Magazin Time auf die Liste der hundert wichtigsten Talente der Zukunft gesetzt. Der junge Fraktionsführer von GroenLinks ist der einzige Niederländer, der in der Time 100 Next aufgeführt wird. Laut dem US-Magazin steht die Europäische Union vor einer grünen Welle, bei der Jesse Klaver eine treibende Kraft ist.
Klaver gehört laut Time zu einer Gruppe junger politischer Führungspersönlichkeiten aus aller Welt, die der extrem rechten populistischen und nationalistischen Tendenz entgegenwirken, indem sie neues politisches Engagement entfachen und eine radikale Zukunftsvision bieten.
In seiner vierjährigen Amtszeit als Vorsitzender von GroenLinks hat Klaver die Vertretung seiner Partei im niederländischen Parlament nahezu vervierfacht. Außerdem wird ausdrücklich ein Zusammenhang mit dem von GroenLinks und Klaver entwickelten nationalen Klimagesetz hergestellt. Mit diesem Klimagesetz hat Klaver einen Beitrag zur Entstehung eines historischen Gesetzes geleistet, das die niederländischen CO2-Emissionen bis zur Mitte des Jahrhunderts nahezu vollständig eliminieren soll, so Time.
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Die Anhängerschaft von GroenLinks ist seit den niederländischen Parlamentswahlen 2017 um etwa ein Viertel gestiegen. Bei den darauffolgenden Wahlen zum Europäischen Parlament am 23. Mai erzielten die Grünen in vielen anderen EU-Ländern ebenfalls bemerkenswerte Stimmengewinne. In Deutschland sind die Grünen laut Umfragen die zweitgrößte Partei des Landes. In immer mehr EU-Ländern sind die Grünen inzwischen Teil von Regierungskoalitionen.
Mitunter dank des Engagements der Grünen im Europäischen Parlament stand der Wahlkampf Anfang dieses Jahres nahezu vollständig im Zeichen des Klimas, der Erderwärmung, Nachhaltigkeit und des Umweltschutzes. Streikende Schüler und die Norwegerin Greta Thunberg wurden ins Europäische Parlament in Straßburg eingeladen, und die Wahlbeteiligung unter Jugendlichen bei diesen Europawahlen erreichte im Mai einen Rekordwert.
Die Grünen im Europaparlament haben sich in den vergangenen Jahren ein starkes und kompetentes Umweltprofil erarbeitet, nicht zuletzt dank des niederländischen Europaabgeordneten Bas Eickhout. Er deckte die Trickserei der europäischen Autoindustrie bei ihren Dieselgeräten auf und leitete mehrere Untersuchungen sowie Verhandlungen zur Verringerung der Luftverschmutzung.
Auch aufgrund dieses „grünen Wahlergebnisses“ hat die designierte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen ihr Fünfjahresprogramm ausdrücklich als ‚Green Deal‘ bezeichnet. Dies soll in den kommenden Monaten zu Milliardenverschiebungen innerhalb des mehrjährigen EU-Haushalts führen, unter Leitung des niederländischen EU-Kommissars Frans Timmermans. Von Kommissionspräsidentin Von der Leyen hat Timmermans weitreichende zusätzliche Befugnisse erhalten, um sich auch um Umweltfragen in den Zuständigkeitsbereichen der anderen EU-Kommissare zu kümmern.

