Die britische Regierung will alle neuen Gesetze zum Austritt aus der Europäischen Union innerhalb weniger Tage durchs Unterhaus bringen. Die britischen Abgeordneten dürfen sich am Dienstag erstmals mit den rechtlichen Konsequenzen der Austrittsregelung befassen, die Boris Johnson mit Brüssel vereinbart hat.
Das konservative Parlamentsmitglied Jacob Rees-Mogg, der die Regierung im Unterhaus vertritt, gab die Planung am Montag bekannt. Die endgültige Abstimmung soll nach dieser Planung am Donnerstag stattfinden, doch es ist unklar, ob das Unterhaus dies in so kurzer Zeit schaffen wird. Danach muss auch das Oberhaus sich mit den Gesetzen befassen.
Es ist noch unklar, ob Premierminister Boris Johnson genügend politische Unterstützung hat, um das gesamte Paket durchs Parlament zu bekommen. Seine konservative Partei hat keine Mehrheit, und seine nordirische Koalitionspartei DUP unterstützt das Paket nicht. Zudem ist es wahrscheinlich, dass Abgeordnete Änderungsanträge einbringen, die für die Regierung unannehmbar sind.

