Die Europäische Kommission hatte vorgeschlagen, dass die EU-Länder bis 2040 den Abfallstrom um etwa 15 Prozent reduzieren sollen. Die EU-Politiker in Straßburg haben dies mit einem Drei-Stufen-Plan erweitert: Bis 2030, 2035 und 2040 soll er um 10, 15 bzw. 20 Prozent verringert werden.
Außerdem beschlossen die Abgeordneten ein Verbot des Verkaufs von leichten Plastiktüten, mit Ausnahmen aus hygienischen Gründen oder zur Vermeidung von Lebensmittelverschwendung.
Das Europäische Parlament hat zudem entschieden, losen Portionssoßen und Gewürze, Einwegverpackungen für Essen und Trinken in Restaurants sowie Kunststoffverpackungen für Obst und Gemüse nicht zu verbieten. Das jetzt verabschiedete Gesetz enthält jedoch eine Bestimmung, dass Plastik, das PFOS-Chemikalien enthält, nicht für Gemüse und Lebensmittel verwendet werden darf.
Die neuen Verpackungsregeln basieren auf zwei kürzlich verabschiedeten Vorschlägen zur Verbesserung der Umweltverträglichkeit der Wirtschaft und zur Eindämmung des Abfallaufkommens. Zudem arbeitet Brüssel an Gesetzen, die Hersteller verpflichten sollen, defekte Produkte früher und häufiger reparieren zu lassen bzw. zu reparieren. Auch wird der „Export“ von Plastikmüll in arme Länder beendet.

