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Neues EU-Landwirtschaftsland wirft jetzt schon Schatten voraus: weniger, weniger…

Iede de VriesIede de Vries
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Ungefähr neunzig Organisationen aus siebzehn europäischen Ländern setzen sich dafür ein, die Nutzung von synthetischen Pflanzenschutzmitteln schrittweise auszuschleichen. Die Organisationen fordern, den Einsatz von Pestiziden bis 2025 um die Hälfte zu reduzieren. Bis 2030 soll eine Reduktion von 80 Prozent erreicht werden und eine vollständige Abschaffung der Pestizide bis 2035 erfolgen.

Die Organisationen fordern darüber hinaus mehr Maßnahmen zur Förderung des ökologischen und nachhaltigen Landbaus. Sie streben eine Europäische Bürgerinitiative an. Man hofft, im Herbst 2020 genügend Unterschriften gesammelt zu haben, damit das Thema auf der Agenda der europäischen Politiker landet.

Die Europäische Bürgerinitiative umfasst einen Aufruf an die Europäische Kommission, verschiedene Gesetzesvorschläge vorzulegen. Es handelt sich um einen Zusammenschluss zivilgesellschaftlicher Organisationen, die sich für Umwelt, Gesundheit, Landwirtschaft und Imkerei engagieren, darunter Friends of the Earth Europe und das Pesticide Action Network.

Mit ihrem Vorschlag für ein schrittweises, stufenweise eingeführtes Verbot der Nutzung von Pflanzenschutzmitteln weichen die Organisationen von den vielfach im Europäischen Parlament geforderten deutlich schnelleren und umfassenderen Verboten ab. Diese stoßen bisher auf den Widerstand einiger landwirtschaftlich geprägter EU-Länder, die Einschränkungen in der Landwirtschaft ablehnen.

Es wird erwartet, dass diese Frage bereits Anfang nächsten Jahres ganz oben auf der politischen Agenda der EU steht, da im Rahmen der Festlegung des Mehrjährigen Finanzrahmens auch eine Entscheidung über die Reduzierung der Agrarsubventionen sowie die Entwicklung einer neuen Gemeinsamen Agrarpolitik getroffen werden muss.

Nach Ansicht der Europäischen Bürgerinitiative stehen Landwirte in Europa aufgrund verschiedener Entwicklungen unter erheblichem Druck, etwa durch niedrige Preise, fehlende politische Unterstützung und Strukturwandel. Zwischen 2005 und 2016 sind in der EU etwa vier Millionen kleine landwirtschaftliche Betriebe verschwunden.

Darüber hinaus stehen Natur, verschiedene Tierarten und Ökosysteme unter Druck. Für die Europäische Bürgerinitiative ist dies ein Anlass, die Europäische Kommission zu EU-weiten Gesetzgebungen aufzurufen. So soll der Einsatz chemischer Pflanzenschutzmittel in fünf Jahren halbiert, in zehn Jahren um drei Viertel reduziert und in fünfzehn Jahren vollständig verboten sein.

Die europäische Arbeitsgruppe betont, dass Landwirte unterstützt werden müssen, um den Wandel hin zu einer kollektiven ökologischen Bewirtschaftung leisten zu können. Zur Umsetzung bündeln 90 Organisationen aus 17 europäischen Ländern ihre Kräfte. Die Bürgerinitiative möchte auf diesem Weg innerhalb eines Jahres eine Million Unterschriften sammeln, damit die Kommission und das Europäische Parlament das Anliegen auf die Agenda setzen müssen.

Nach Vorstellung der Bürgerinitiative soll die EU Priorität auf kleinstrukturierte, vielfältige und nachhaltige landwirtschaftliche Betriebe legen. Auch ökologischer und biologischer Landbau soll gefördert werden. Abschließend hofft die Bürgerinitiative, dass eine unabhängige Ausbildung im Bereich pestizid- und gentechnikfreier Landwirtschaft angeboten werden kann.

Dieser Artikel wurde von Iede de Vries geschrieben und veröffentlicht. Die Übersetzung wurde automatisch aus der niederländischen Originalversion generiert.

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