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Rat an die EU: ‚Weniger Käfige und Ställe sind gut für das Tierwohl‘

Iede de VriesIede de Vries

Niederländische Forscher sagen, dass es in der EU für Hühner und Schweine genügend Alternativen zu Käfigen und Ställen gibt und dass die Abschaffung von Käfigen dem Tierwohl zugutekommt. Wenn die Europäische Union Landwirte dazu anregen will, die Käfige abzuschaffen, müssen die Mehrkosten auf irgendeine Weise bezahlt werden.

Ein Übergang zu käfigfreier Haltung bei Legehennen ist möglich, sofern die gestiegenen Kosten wieder eingespielt werden können. Das kann sowohl über das Preis-Produkt-Mechanismus als auch über Prämien oder Subventionen geschehen, sagte der Forscher Professor Bas Rodenburg auf Nachfrage gegenüber Nieuwe Oogst.

Auf Antrag des Europäischen Parlaments haben Verhaltensbiologen, Tierärzte und Ethiker der Universität Utrecht eine Literaturstudie zu Praxisbeispielen von käfigfreien Systemen, vor allem bei Hühnern und Schweinen, durchgeführt.

Die Forscher empfehlen der EU, den Übergang zu käfigfreien Systemen durch europäische Fördermittel zu unterstützen. Außerdem sollte ein Mehrwert im Tierwohl auf den Verbraucher umgelegt werden, und dieser Betrag muss demjenigen zugutekommen, der die Investition tätigt: dem Landwirt.

Die drei Monate dauernde Untersuchung war ausschließlich eine schriftliche Literaturstudie. Die Forscher empfehlen dem Europäischen Parlament, im weiteren Prozess auch die Branche in die Überlegungen und Beratung zu Neuerungen in der Betriebsführung einzubeziehen.

Morgen (Dienstag) werden in Brüssel die Ergebnisse dem Petitionsausschuss des Europäischen Parlaments präsentiert. Die Präsentation erfolgt durch Prof. Bas Rodenburg, Professor für Tierwohl, und Maite van Gerwen, Projektleiterin CenSAS, beide von der Fakultät für Tiermedizin der Universität Utrecht.

Nach Rodenburg ist Bildung und Schulung zum Thema Tierwohl noch verbesserungswürdig. Es mangelt weiterhin an Verständnis und Wissen über Tierwohl. Um die Umstellung erfolgreich zu gestalten, müssen Geflügelhalter geschult werden und den Umgang mit solchen Systemen erlernen, wird Rodenburg morgen darlegen.

Später diese Woche (Donnerstag) diskutiert das Europäische Parlament auch die Bürgerpetition für ein Verbot von Käfigen. Dieses Bürgerinitiative wird in einer Anhörung von den Ausschüssen für Landwirtschaft (AGRI) und Petitionen (PETI) erörtert. Die Petition wurde europaweit fast 1,4 Millionen Mal unterschrieben.

https://www.europarl.europa.eu/RegData/etudes/STUD/2020/658539/IPOL_STU(2020)658539_EN.pdf

Dieser Artikel wurde von Iede de Vries geschrieben und veröffentlicht. Die Übersetzung wurde automatisch aus der niederländischen Originalversion generiert.

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