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Tang und Eickhout zufrieden mit EU-Schwarzer Liste für ‚falsche‘ Investitionen

Iede de VriesIede de Vries
Plenarsitzung in Straßburg – Woche 27 2016 – Steuerregelungen und andere ähnlich gelagerte Maßnahmen TAXE 2

Es wird eine grüne Norm und Standardkriterien für die Beschreibung nachhaltiger Geldanlagen geben. Dazu hat das Europäische Parlament eine politische Einigung mit den EU-Regierungen erzielt.

Die Verhandler erzielten eine Einigung über ein europäisches Klassifizierungssystem für Finanzprodukte. Nicht nur Gas und Kohle fallen künftig außen vor, sondern auch Investitionen und Anlagen in Unternehmen und Dienstleistungen wie Uber und Deliveroo landen auf der ‚schwarzen Liste‘.

Investitionen in Kernenergie, Gas und Kohle dürfen in zwei Jahren nicht mehr als nachhaltig eingestuft werden, so der niederländische Europaabgeordnete Bas Eickhout (Grüne Linke), der für das Parlament verhandelte. Zudem berücksichtigt das neue Nachhaltigkeitssiegel auch soziale Standards bei der Messung des ‚Nachhaltigkeitsgrades‘.

Finanzinstitute wie Pensionsfonds und Vermögensverwalter dürfen ihre Produkte künftig nur als „nachhaltig“ bezeichnen, wenn sie bestimmte Kriterien erfüllen. Der niederländische Europaabgeordnete Paul Tang, der für die Europäischen Sozialdemokraten die Verhandlungen führte, sagt, eine nachhaltige Anlage dürfe weder Kinderarbeit fördern noch Arbeitnehmerrechte durch fragwürdige Arbeitsverträge untergraben.

„Mit diesem Siegel wird klar definiert, wann Finanzprodukte nachhaltig sind – gut für Mensch und Planet. Das wird zu Milliarden an grünen Investitionen führen und bildet somit die Grundlage des Green New Deal. Es ist Zeit, dass Banken, Vermögensverwalter und Pensionsfonds zur Gesellschaft beitragen,“ so Tang.

Der Grünen-Linke-Verhandler Eickhout ist zufrieden, dass die EU „mit diesen Definitionen weltweit den Standard für nachhaltiges Investieren setzt. Trotz heftiger Lobbyarbeit der Wirtschaft sind in diesem Abkommen ambitionierte Kriterien für nachhaltige Investitionen verankert.“ Der WWF spricht in einer Reaktion von „einem Schritt hin zu einem saubereren Finanzsystem in Europa“.

Dieser Artikel wurde von Iede de Vries geschrieben und veröffentlicht. Die Übersetzung wurde automatisch aus der niederländischen Originalversion generiert.

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