Die Grünen-Europaabgeordnete Kim van Sparrentak war Mitverfasserin und Hauptverhandlerin des Vorschlags. „Städte haben mit einer wuchernden illegalen Ferienvermietung zu kämpfen. Dies setzt in ganz Europa die Lebensqualität und Erschwinglichkeit der Städte unter Druck.
Mit diesem Gesetz werden Vermieter verpflichtet, Daten mit den lokalen Behörden zu teilen. Dies gibt ihnen die Möglichkeit, Vorschriften für die Ferienvermietung besser durchzusetzen, damit Wohnungen für die Bewohner verfügbar bleiben“, sagte sie.
Im neuen Gesetz sind die Plattformen verpflichtet, jeden Monat Daten darüber zu übermitteln, wie viele Nächte ein Haus oder eine Wohnung vermietet wurde und an wie viele Personen. Dadurch können künftig mögliche lokale Tourismusabgaben besser erhoben und eingetrieben werden. Die Vermietungsplattformen hatten sich bisher geweigert, Daten zu teilen, was die Durchsetzung lokaler Vorschriften erschwerte.
Darüber hinaus stimmten die Europaabgeordneten Van Sparrentaks Vorschlägen zur Bekämpfung illegaler Ferienvermietungen zu. Damit können Städte schneller Vermieter sperren und Plattformen auffordern, Inserate zu entfernen, wenn Vorschriften verletzt oder Fälle von Betrug festgestellt werden. Außerdem wird mehr Verantwortung bei den Plattformen liegen, selbst gegen illegale Ferienvermietung vorzugehen.
Nachdem das Europäische Parlament über den Vorschlag abgestimmt hat, folgen in den kommenden Monaten Verhandlungen mit den EU-Ländern. Es wird erwartet, dass die Verhandlungen noch in diesem Jahr abgeschlossen werden können.

