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Widerstand gegen Farm-to-Fork unterschätzt innovative Landwirte

Iede de VriesIede de Vries
Plenarsitzung des EP – Eine Farm-to-Fork-Strategie für ein faires, gesundes und umweltfreundliches LebensmittelsystemAla

Die EU-Kommissarin für Lebensmittelsicherheit, Stella Kyriakides, hat in Straßburg versucht, die Unzufriedenheit im Europäischen Parlament über "Studien" zu den Folgen der neuen Farm-to-Fork-Lebensmittelstrategie zu zerstreuen. Einige Abgeordnete werfen der Kommission vor, die Veröffentlichung eines "ungünstigen" JRC-Berichts bewusst lange zurückgehalten zu haben.

Das besagte Dokument der JRC ist überhaupt keine Wirkungsstudie, sondern ein Bericht, der "nur einige Aspekte" der Strategie behandelt, erklärte die Zypriotin Kyriakides. Landwirtschaftliche Verbände und verschiedene Landwirtschaftsminister fordern von Anfang an eine "umfassende Bewertung", ein sogenanntes Assessment. 

Quellen innerhalb der Europäischen Kommission betonen in den Gängen in Straßburg, dass ein solches KI-Assessment nur bei konkreten, rechtlich bindenden Gesetzen durchgeführt wird, nicht bei allgemeinen, breit angelegten Strategiepapieren. Das wüssten diese Agrarverbände, so wird hinzugefügt.

Und was ist die Alternative der "AGRI-Fans?" wird gefragt. Denn es ist keine Option, wie bisher weiterzumachen, das weiß jeder. Das würde nur zu weiterem Verlust an Biodiversität führen, mehr einzelne Landwirte im Ernährungssystem in Bedrängnis bringen und mehr industriell verarbeitete ungesunde Lebensmittel produzieren. 

Der Widerstand gegen Farm to Fork unterschätzt zudem die Landwirte selbst, denn die Studien gehen offenbar davon aus, dass Landwirte aufhören werden, zu innovieren. Und wenn es eine Gruppe von Landwirten in Europa gibt, die bei Innovationen führend sind, dann sind es die niederländischen Landwirte. Farm to Fork bietet zusammen mit der neuen GAP den Landwirten vielmehr neue Möglichkeiten, ließ ein Mitarbeiter der Kommission in Brüssel kürzlich verlauten.

Klima-Kommissar Frans Timmermans, der sich diese Woche in China zu einem UN-Umweltgipfel aufhält, hat am Montag noch eine "Last-Minute-Notiz" geschickt. Darin wird ein Vergleich zwischen den verschiedenen Berichten gezogen. Einer davon wurde im Auftrag von zwei europäischen Organisationen von Herstellern chemischer Pflanzenschutzmittel verfasst.

Aus dem Überblick geht hervor, dass zwar die negativen Folgen für die aktuelle landwirtschaftliche Produktion betrachtet wurden, in den meisten Fällen jedoch keine positiven Folgen für Klima, Tierschutz und Lebensmittelsicherheit berücksichtigt wurden. 

Kommissarin Kyriakides machte deutlich, dass bald für jeden Gesetzesvorschlag, der aus der Lebensmittelstrategie hervorgeht, tatsächlich eine echte Wirkungsstudie durchgeführt wird, sagte die Zypriotin.

Dieser Artikel wurde von Iede de Vries geschrieben und veröffentlicht. Die Übersetzung wurde automatisch aus der niederländischen Originalversion generiert.

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