Freitag, 7. Mai 2021
Zuhause EP EU-AGRI bezweifelt die Machbarkeit eines Ausbaus des ökologischen Landbaus

EU-AGRI bezweifelt die Machbarkeit eines Ausbaus des ökologischen Landbaus

Im Landwirtschaftsausschuss des Europäischen Parlaments gibt es immer noch viele Vorbehalte gegen den Vorschlag, den EU-Zuschuss für mehr ökologischen Landbau zu verwenden. Mehr Werbung für Bio-Lebensmittel und mehr EU-Geld für Landwirte, die auf Bio-Landbau umsteigen möchten, sind zwei wichtige Speerspitzen in diesem Plan.

Die Kommissare Timmermans (Umwelt), Kyriakides (Lebensmittel) und Wojciechowski (Landwirtschaft) argumentieren in ihrem Green Deal, dass ein Viertel der landwirtschaftlichen Nutzfläche bis 2030 biologisch sein sollte. Das sind jetzt noch 8,5 Prozent. Die Niederlande liegen mit 3,7 Prozent deutlich darunter, einem der niedrigsten Prozentsätze im EU.

Viele Europaabgeordnete fragten Kommissar Wojciechowski am Mittwochnachmittag in der regulären Comagri-Sitzung, wie er dies erreichen wolle. Sie sagen auch, dass die Nachfrage der Verbraucher nach Bio-Produkten unzureichend ist und dass diese normalerweise teurer sind als „normale“ Lebensmittel.

Um den Preis niedrig zu halten, können die EU-Länder ihre Mehrwertsteuer auf Bio-Lebensmittel senken, schlug Wojciechowski vor. Er sagt auch, dass es eine große "latente" Nachfrage nach Bio gibt, sobald diese ("kurze Ketten") für Kunden leichter verfügbar ist. Heutzutage gibt es in vielen europäischen Ländern kaum „Naturgeschäfte“ mit biologischen und / oder ökologischen Produkten.

Der Landwirtschaftsausschuss ist der Ansicht, dass das EU mehr zur Verbesserung der biologischen Vielfalt beitragen sollte, dies jedoch nicht auf Kosten des regulären Agrarsektors gehen sollte. Das Comagri-Komitee hat viele Vorbehalte und legt alle möglichen Bedingungen für diese neue Priorität innerhalb der EU-Subventionsströme fest.

Eine ehrgeizige EU-Strategie zur Eindämmung des Verlusts der biologischen Vielfalt muss auf wissenschaftlichen Fakten und Zahlen beruhen, wurde betont. Dabei bekräftigte der Ausschuss die frühere Bitte, zunächst Machbarkeitsstudien zu den möglichen Folgen des Green Deal durchzuführen.

Der niederländische Europaabgeordnete Bert-Jan Ruissen (SGP) stellte auch ernsthaft das Ziel in Frage, dass ein Viertel der Fläche biologisch sein sollte: „Ich kann mir vorstellen, dass Brüssel die Marktnachfrage nach ökologischen Produkten stimulieren möchte. Aber das reimt sich nicht auf einen überhöhten Zweck für landwirtschaftliche Flächen. Man kann nicht erwarten, dass Landwirte Dinge produzieren, wenn keine Nachfrage nach ihnen besteht. “

Die neue Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) wird eine Schlüsselrolle beim Schutz der biologischen Vielfalt in der Landwirtschaft spielen, so die Landwirtschaftskommission. Diese „Agrarwunschliste“ wird nun dem Umweltausschuss (ENVI) vorgelegt, der voraussichtlich nächste Woche die Biodiversitätsstrategie des Europäischen Parlaments verabschieden wird.

Beliebt

Notfalltreffen der NATO und EU zur türkischen Invasion in Nordsyrien

Die Außenminister der EU-Länder diskutieren am Montag in Luxemburg "alle Aspekte" der Syrienkrise ...

Die Niederlande wollen schnelle Züge vom gesamten EU zum Eurovision Song Contest in Rotterdam

Die niederländischen Transport- und Verkehrsbehörden haben die europäischen Eisenbahnunternehmen aufgefordert, Sonderzüge für den Eurovision Song Contest zu ...

Juncker verabschiedet sich nach fünf Jahren: & #8216; Brexit verschwendet Zeit und Energie & #8217;

EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker hat mit dem Brexit mehr oder weniger sein Bedauern über das Ganze zum Ausdruck gebracht ....

Auch im deutschen Bundesland Thüringen ist die politische & #8216; mittlere & #8217;

Die Einwohner des ostdeutschen Bundeslandes Thüringen haben bei den Landtagswahlen massiv für radikale Parteien gestimmt. Die radikale Linkspartei Die ...

Die Türkei hat Probleme, eine israelische Gasleitung nach Europa zu installieren

Nach jahrelangen Verhandlungen wurde eine Einigung über den Bau einer U-Boot-Pipeline von Israel nach Europa erzielt. Türkei ...

Nur drinnen

Die meisten Wanderarbeiter sind nicht gegen Covid-19 geimpft

Hunderttausende von Arbeitsmigranten in den Niederlanden können derzeit nicht gegen Covid 19 geimpft werden, da sie nicht bei der ...

EU wird vorerst keine größeren Geschäfte mit chinesischen Unternehmen genehmigen

Derzeit wird die Europäische Kommission das mit China im vergangenen Jahr geschlossene Investitionsabkommen nicht genehmigen lassen. Seit Jahren dort durch Peking und ...

Mehr Tierschutz in Deutschland kostet etwa fünf Cent pro Mahlzeit

Die Modernisierung der deutschen Tierhaltung und höhere Tierschutzstandards führen zu höheren landwirtschaftlichen Produktionskosten, sind aber erschwinglich, wenn die ...

Syngenta warnt Schweizer Wähler vor Pestizidverbot

Das schweizerisch-chinesische Chemieunternehmen Syngenta hat die Schweizer Bevölkerung vor den Folgen eines Verbots des Einsatzes von Pestiziden in ...

Biden erhöht die Steuerbelastung für Unternehmensgruppen und wohlhabende Amerikaner

US-Präsident Joe Biden hat eine Investition in Höhe von mehreren Milliarden Dollar in die "soziale Infrastruktur" der USA bekannt gegeben. Er ist diese Woche hundert ...