Freitag, 7. Mai 2021
Zuhause EU Kein niederländischer Widerstand in EU gegen Kameralicht im Angelgriff des Cutters

Kein niederländischer Widerstand in EU gegen Kameralicht im Angelgriff des Cutters

Die scheidende Ministerin für Landwirtschaft, Natur und Lebensmittelqualität, Carola Schouten, lehnt die obligatorische Installation von Kameras auf einigen Fischereifahrzeugen zur Überwachung der Seefischerei nicht ab. Ihr zufolge unterschreibt eine Mehrheit der 27 EU-Länder die Einführung der Videoüberwachung, sehr zur Unzufriedenheit der Fischereiindustrie.

Das Europäische Parlament ist der Ansicht, dass bessere Regeln für die Kontrolle der Fischereifänge eingeführt werden sollten. Fischereifahrzeuge, bei denen festgestellt wurde, dass sie gegen Fangquoten verstoßen und die bestehende „Landeverpflichtung“ umgehen, müssen in ihren Arbeitsbereichen eine obligatorische Kameraüberwachung installieren.

Das Europäische Parlament ist auch der Ansicht, dass Fischereifahrzeuge mit GPS ausgestattet sein sollten, um ihren Standort dauerhaft überwachen zu können. Wie bei Lebensmitteln vom Bauernhof bis zum Tisch muss auch den Verbrauchern klar sein, woher der Fisch stammt

Mit den Kameras kann überprüft werden, wie viele Fische aus den Netzen kommen und ob kleine, untergroße Fische nicht heimlich ins Meer zurückgeworfen werden. Laut Forschern wird die seit mehreren Jahren geltende „Landeverpflichtung“ immer noch weitgehend umgangen.

Das Wegwerfen von untergroßem Fisch (der weniger Geld bringt) wurde 2016 durch die Einführung der sogenannten Anlandeverpflichtung verboten, ist jedoch nach Angaben des offiziellen Fischereiberatungsgremiums der Europäischen Kommission nach wie vor weit verbreitet.

MdEP Peter van Dalen (ChristenUnie) bezeichnete das Kameralicht als ein völlig falsches Signal des EU an die Fischer. Dies zeigt, dass die meisten Abgeordneten den Fischern immer noch misstrauen “, sagte Van Dalen in einer Antwort.

CDA und SGP sind von der bevorstehenden Maßnahme enttäuscht. "Dies ist ein Schlag ins Gesicht für niederländische Fischer", sagt MdEP Annie Schreijer (CDA). Der SGP spricht von einer "Hexenjagd" und "Big Brother an Bord".

Anja Hazekamp (Partei für die Tiere) fordert dagegen eine bessere Kontrolle des Beifangs gefährdeter Arten nicht nur im Interesse der Fischpopulationen, sondern letztendlich auch im Interesse der Fischereiindustrie.

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