Donnerstag, 15. April 2021
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Norwegische Landwirte befürchten nach einem Handelsabkommen mehr britische Milchimporte

Landwirtschaftliche Organisationen in Norwegen sind besorgt über ein Freihandelsabkommen, das Oslo mit dem Vereinigten Königreich abschließen möchte. Die Tatsache, dass die Briten nach ihrem Austritt aus der Europäischen Union weniger Kriterien für die Lebensmittelqualität anwenden, ist für die norwegische Milchindustrie besonders besorgniserregend.

Die Verhandlungen zwischen London und Oslo befinden sich in einer letzten Phase. Norwegen ist kein Mitglied der Europäischen Union, kooperiert jedoch in vielen Bereichen mit dem EU, insbesondere in internationalen (vertraglichen) Fragen. Norwegen hat einen eigenen Import- und Exportvertrag mit dem EU, an dem die Briten bis zum letzten Jahr beteiligt waren.

Die Briten stellen nun unterschiedliche Qualitätsanforderungen an ihre Milch- und Käseproduktion und können daher (etwas) billiger produzieren, was den norwegischen Milchverkauf im eigenen Land unter Druck setzen könnte. Das Freihandelsabkommen wird unsere norwegische Selbstversorgung untergraben und die norwegischen landwirtschaftlichen Einkommen schwächen, sagt die norwegische Milchindustrie.

Darüber hinaus verstoße der Vertrag gegen die Verpflichtungen der Vereinten Nationen zur Nachhaltigkeit, heißt es. Bei letzteren bezieht sich die norwegische Landwirtschaft auf die Kritik im EU des Mercosur-Vertrags, in der die Umweltzerstörung im brasilianischen Dschungel nicht berücksichtigt wurde.

Das Handelsabkommen wird hinter verschlossenen Türen geregelt. Die UN-Erklärung zur Landwirtschaft (UNDROP, Artikel 13) besagt, dass diejenigen, die von einem Handelsabkommen betroffen sind, das Recht haben, gehört zu werden. Trotzdem hat der Agrarsektor keine Gelegenheit dazu erhalten.

Das internationale Komitee des norwegischen Bauern- und Kleinbauernverbandes (NBS) ist daher der Ansicht, dass der Import von Lebensmitteln aus eigenem Anbau aus dem Vereinigten Königreich nicht wünschenswert ist und vom norwegischen Brexit-Abkommen ausgeschlossen werden sollte. Es wird keine erhöhte Importquote für Fleisch geben und Käse.

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