Freitag, 7. Mai 2021
Zuhause International Syngenta warnt Schweizer Wähler vor Pestizidverbot

Syngenta warnt Schweizer Wähler vor Pestizidverbot

Das schweizerisch-chinesische Chemieunternehmen Syngenta hat die Schweizer Bevölkerung vor den Folgen eines Verbots des Einsatzes von Pestiziden in der Landwirtschaft gewarnt. Laut CEO Eric Fyrwald müssen die Schweizer mehr Lebensmittel importieren, wenn sie aufgrund fehlender Wachstumsförderer weniger selbst wachsen.

Der Syngenta-Chef kommentierte die beiden Referenden „Für sauberes Trinkwasser und gesunde Lebensmittel“ und „Für eine Schweiz ohne synthetische Pestizide“, die am 13. Juni in der Schweiz abgestimmt werden sollen. Er verstehe die Notwendigkeit einer sauberen Umwelt und erkenne die "existenzielle Bedrohung" des Klimawandels an.

Ein "Ja" zur Wahlurne würde nur dazu führen, dass viel mehr Lebensmittel in die Schweiz importiert werden. „Wenn Sie den Landwirten Pestizide entfernen, sinkt die Lebensmittelproduktion um mindestens 40 Prozent“, warnte Fyrwald. Er sieht seine Firma nicht als die Wurzel des Problems, sondern als einen potenziellen Problemlöser.

Die Swiss Syngenta AG war bis 2017 an der Schweizer Börse notiert, bis sie von der chinesischen Chemchina übernommen wurde. Die Gruppe ist seit der Fusion mit dem israelischen Adama und den landwirtschaftlichen Unternehmen von Sinochem erheblich größer. Das Ziel bleibt es, bis Mitte 2022 wieder börsennotiert zu werden.

"Wir machen gute Fortschritte, um auf eine Rückkehr an die Börse vorbereitet zu sein", sagte Fyrwald am Donnerstag in einem Interview mit der Nachrichtenagentur AWP. "Es geht in die richtige Richtung", sagte er. An der Börse hatte Syngenta bereits Mitte 2022 für das erste Quartal 2021 ein starkes Wachstum von 20 Prozent angekündigt.

Der amerikanisch-norwegische Fyrwald wurde vor fünf Jahren zum Leiter der Agrargruppe Syngenta ernannt und gilt seitdem als einer der mächtigsten Agro-Manager der Welt. Er warnt die Schweizer vor den Folgen der Übernahme der beiden Agrarinitiativen.

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