Nach den anhaltenden Bauernprotesten erklärt die deutsche Supermarktkette Aldi, dass sie im Laufe dieses Jahres in den Aldi-Filialen nur noch deutsche konventionelle und biologische Frischmilch verkaufen wird.
Das Unternehmen möchte nicht versprechen, dass dann in allen Geschäften ausschließlich Milch deutscher Herkunft angeboten wird, aber es will so viel Milchimport wie möglich durch Milch aus deutscher Produktion ersetzen.
Die Bekanntgabe von Aldi erfolgt nach neuen Blockaden von Vertriebszentren Anfang dieser Woche durch deutsche Bauern, die gegen eine drohende Senkung der Butterpreise protestierten. Ein Unternehmenssprecher wollte nicht sagen, wie viel Milch Aldi derzeit aus Nachbarländern wie Dänemark, Niederlande, Belgien und Österreich importiert.
Die Bauernproteste bei Aldi-Filialen in Niedersachsen sind vorerst beendet. „Mit Aldi haben wir Fortschritte in den Verhandlungen erzielt, zumindest was die Butterpreise betrifft“, so ein Sprecher. Berichten zufolge wird der Butterpreis viel weniger stark gesenkt als die Bauern zunächst befürchteten.
Aldi Nord kündigte an, dass das Unternehmen den Bauern zugesichert habe, kurzfristig Maßnahmen zur Verbesserung der Lage in der deutschen Landwirtschaft zu ergreifen. In diesem Zusammenhang wollen Aldi Nord und Aldi Süd ausschließlich konventionelle und biologische Frischmilch aus Deutschland beziehen. Das Unternehmen strebt langfristige Verträge an, um den Landwirten eine bessere Planungssicherheit zu bieten.
Die strukturellen Herausforderungen können laut Aldi nur in Zusammenarbeit mit Politikern, der Lebensmittelindustrie wie Molkereien und den Verbrauchern gelöst werden. Am 13. Januar wurde bereits eine landesweite Videokonferenz mit Staatspolitikern, Einzelhändlern, Verarbeitern und Bauern einberufen.

