Die amerikanische Molkereibranche bittet Präsident Biden um zusätzliche Maßnahmen, um Container voller amerikanischer Molkerei- und Agrarprodukte wieder auf Frachtschiffe zu bringen. Trotz der Einrichtung zusätzlicher temporärer Umschlagplätze in einigen Häfen an der Westküste gibt es im Containertransport zu asiatischen Ländern weiterhin Engpässe.
Aufgrund der großen Nachfrage chinesischer Exporteure nach Containern bringen immer mehr Reedereien geleerte Container sofort zurück nach China, anstatt weitere amerikanische Häfen anzulaufen, um dort Rückladung aufzunehmen. Dadurch dauern amerikanische Exportsendungen immer länger und die Transportkosten steigen.
Der US Dairy Export Council und die National Milk Producers Federation zeigen sich dankbar für die bereits getroffenen Maßnahmen, betonen aber, dass noch mehr getan werden müsse.
„Herausforderungen in der Lieferkette haben die US-Molkerei-Exporteure allein im vergangenen Jahr mehr als anderthalb Milliarden gekostet“, so ein Sprecher der Landwirtschaft. Die Verbände fordern die Minister Vilsack (Landwirtschaft) und Buttigieg (Verkehr), Vorrang an den Anlegeplätzen für Schiffe einzuräumen, die bereit sind, auch Ladung mit zurückzunehmen. Zudem wird um spezielle Transportrouten in stark frequentierten Häfen für eine „schnelle Durchfahrt“ von Lebensmitteln gebeten.
prioritärer Zugang zu Anlegeplätzen für ankommende Schiffe, sofern sie zustimmen, Container mit Agrargütern zu verladen, anstatt leer abzulegen – wie es viele getan haben.
Weiter bitten sie das Landwirtschaftsministerium um mehr „Pop-up-Terminals“ ähnlich denen, die bereits in den Ozeanhäfen von Oakland und Seattle eingerichtet wurden, sowie um die Wiederaufnahme der Veröffentlichung des Ocean Shipping Container Availability Report. Darin wurde bis vor Kurzem die Verfügbarkeit von Seecontainern in den gesamten Vereinigten Staaten dokumentiert.

