Darüber hinaus hatte Arla bereits eine Investition von 800 Millionen DKK (107 Millionen Euro) in seinen Standort in Lockerbie, Schottland, angekündigt.
Arla Foods Ingredients ist in der vergangenen Woche eine Partnerschaft mit Valley Queen Cheese Factory in South Dakota eingegangen. Valley Queen verarbeitet jährlich etwa drei Milliarden Pfund Milch und produziert 330 Millionen Pfund Käse. Die Partnerschaft wird sich auf die Produktion von Nutrilac ProteinBoost konzentrieren, einem Molkenproteinkonzentrat, das den Proteingehalt in Milchprodukten erhöht, ohne den Geschmack oder die Textur zu beeinträchtigen. Die Produktion soll voraussichtlich im Winter 2025/2026 beginnen.
Die Nachfrage nach proteinreichen Milchprodukten steigt in den USA weiterhin. Um dieser Nachfrage gerecht zu werden, hielt Arla es für unerlässlich, die Produktionskapazität von Nutrilac ProteinBoost zu erweitern. Doug Wilke, CEO von Valley Queen, äußerte sich begeistert über die Zusammenarbeit mit den Dänen.
Er lobte Nutrilac ProteinBoost als eine innovative Zutat, die die Herstellung von Milchprodukten mit hochwertigen Proteinen ermöglicht. Wilke blickt einer langfristigen und produktiven Zusammenarbeit mit einem Weltmarktführer im Bereich molkenbasierter Ernährung entgegen. In der gemeinsamen Pressemitteilung der Dänen und Amerikaner wurden keine Angaben zu den finanziellen Summen gemacht.
Neben der Erweiterung in den USA plant Arla, 800 Millionen DKK (über 100 Millionen Euro) in seine Molkerei in Lockerbie, Schottland, zu investieren. Diese Investition zielt darauf ab, die Fabrik für UHT-Milch (ultrahocherhitzt) und laktosefreie Milch umzubauen. UHT-Milch wird einer Hochtemperaturbehandlung unterzogen, wodurch sie vor dem Öffnen ohne Kühlung gelagert werden kann.
Die geplante Investition in Lockerbie könnte zur Schließung von Arlas Standort in Settle (im Norden Englands) führen und Konsequenzen für die Beschäftigten am Standort Stourton haben. Deshalb wurde eine Konsultationsphase mit den betroffenen Mitarbeitenden eingeleitet, um sie während dieses Übergangs zu unterstützen.
Diese strategischen Investitionen sowohl in den USA als auch im Vereinigten Königreich zeigen laut Marktkennern Arlas Engagement für seine internationale Marktposition und das Reagieren auf die wachsende Nachfrage nach spezialisierten Milchprodukten. Durch die Zusammenarbeit mit etablierten lokalen Unternehmen und Investitionen in moderne Produktionsanlagen möchte Arla laut eigenen Angaben seine Präsenz in wichtigen Märkten festigen und ausbauen.

