Das EU-Mercosur-Handelsabkommen fĂŒhrt zu Zerstörung der Natur, Verletzungen der Landrechte von Bauern und indigenen Völkern sowie zum Verlust industrieller ArbeitsplĂ€tze in den Mercosur-LĂ€ndern. AuĂerdem schafft es unfaire Wettbewerbsbedingungen fĂŒr europĂ€ische Landwirte.
Das sagt Handel! Anders, ein Zusammenschluss von Lebensmittelproduzenten, Unternehmern, Umweltorganisationen sowie sĂŒdamerikanischen indigenen Organisationen und niederlĂ€ndischen Gewerkschaften, darunter der Dachgewerkschaft FNV.
Diese Koalition plĂ€diert fĂŒr ein alternatives Abkommen, um die politische Zusammenarbeit zwischen der EU und den Mercosur-LĂ€ndern zu verbessern. Das ist die Kernbotschaft einer gestern in Nieuwspoort vorgestellten Veröffentlichung. Handel Anders! beschreibt darin die Folgen des Abkommens fĂŒr Landwirtschaft und Viehzucht, Klima und Natur, indigene Völker sowie Wirtschaft und BeschĂ€ftigung in den Mercosur-LĂ€ndern.
Sara Murawski, Co-Autorin des Berichts: âDie Folgen sind geradezu katastrophal. Das EU-Mercosur-Abkommen fördert den Handel mit Produkten wie Soja, Fleisch und Zucker, die zu Abholzung, Zerstörung der Natur und Menschenrechtsverletzungen fĂŒhren.â
Auch die EU-LĂ€nder leiden unter den Folgen. Das EU-Mercosur-Abkommen setzt europĂ€ische Ackerbauern und ViehzĂŒchter unfairer Konkurrenz durch Importe von Produkten mit (deutlich) niedrigeren Produktionsstandards aus.
Die Koalition plĂ€diert fĂŒr mehr europĂ€ische Selbstversorgung durch Marktschutz und Regulierung des EU-Marktes bei landwirtschaftlichen Produkten. So erhalten EU-Bauern einen fairen Preis fĂŒr ihre Produkte und es wird verhindert, dass in aufstrebenden Volkswirtschaften Dumping betrieben wird.
SchlieĂlich mĂŒsse die EU den Import von Produkten aus den Mercosur-LĂ€ndern komplett einstellen, wenn dies zu Zerstörung der Natur, Verletzungen der Landrechte und Treibhausgasemissionen fĂŒhrt, argumentiert die Koalition.

