Bauern veranstalten beim UN-Hungergipfel in Rom „Weltmarkt“

In Rom haben mehrere Hundert Bauern und Lebensmittelproduzenten auf dem historischen Marktplatz Circo Massimo für eine bessere weltweite Lebensmittelversorgung protestiert. Sie veranstalteten einen „Weltmarkt“, um die Bedeutung der Lebensmittelindustrie hervorzuheben.

Am Sitz der UN-Nahrungsmittelorganisation FAO in Rom findet in den kommenden Tagen eine internationale Konferenz zur Hungerbekämpfung und Nahrungsmittelproduktion statt. Auf dem UN-Gipfel diskutieren Staatsoberhäupter und Delegierte über Möglichkeiten zur Umgestaltung der Ernährungssysteme, um Hunger, Armut, Klimawandel und Ungleichheit zu bekämpfen.

An der Konferenz nehmen auch CEOs internationaler Agrarkonzerne, Banken und Hersteller chemischer Wachstums- und Rohstoffe teil. Kritiker, Umweltgruppen und Menschenrechtsorganisationen befürchten, dass die große Agrarindustrie Landwirtschaft + Ernährung durch die UN noch stärker in den Griff bekommt.

„Landwirte sind das Lebenselixier unserer Ernährungssysteme“, sagte Amina Mohammed, stellvertretende UN-Generalsekretärin. Begleitet wurde sie bei ihrem Marktbesuch von Agnes Kalibata, der Sondergesandten des Food Systems Summit.

Gastgeber des Bauernmarktes in Rom war Coldiretti, der größte Landwirtschaftsverband Europas, der angekündigt hatte, sein Modell der Zusammenarbeit mit Kleinbauern auf Länder mit niedrigem Einkommen auszuweiten.

Die Veranstaltung findet am Sitz der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen statt, in der auch der Ausschuss der Vereinten Nationen für Welternährungssicherheit (CFS) untergebracht ist.