Konsultation der Niederländer in Marokko zu Phosphat, Wasser und Landwirtschaft

Eine Delegation der niederländischen Botschaft in Marokko hat letzte Woche die Polytechnische Universität in Benguerir besucht. Diese Agrarunion ist eng mit dem großen Phosphatunternehmen Office Cherifien des Phosphates (OCP) verbunden. In Marokko befinden sich mehr als die Hälfte der weltweiten Mineralphosphatreserven.

Vor zwei Jahren unterzeichnete die marokkanische Universität mit Wageningen UR eine Vereinbarung über den Studentenaustausch und die Forschungszusammenarbeit in der Landwirtschaft. Laut dem niederländischen Agrarrat in Rabat will die Phosphatfabrik OCP mit niederländischen Unternehmen auf dem Gebiet der Agrartechnologie in Marokko zusammenarbeiten.

Am 16. und 17. Februar besuchten Botschafter Jeroen Roodenburg und einige Botschaftskollegen die Universität Mohamed VI (UM6P) westlich von Marrakesch. Der hochmoderne Universitätskomplex konzentriert sich auf Forschung und Lehre im Bereich der nachhaltigen Landwirtschaft sowie auf die technischen und ökologischen Aspekte der Phosphatextraktion.

Der Schwerpunkt liegt auf der Unterstützung der afrikanischen Länder bei der Verbesserung ihrer Agrarsysteme, der Ernährungssicherheit und der Entwicklung des ländlichen Raums. Die Universität konzentriert sich daher nicht nur auf die technischen Aspekte der Landwirtschaft, sondern auch auf die große Vielfalt kultureller und sozialer Aspekte der afrikanischen Landwirtschaft. Neben Marokko kommen die Studenten auch aus anderen afrikanischen Ländern, oft mit einem Stipendium der Phosphatfirma OCP.

Die Universität legt besonderes Augenmerk auf die effiziente Nutzung von Wasser in der Landwirtschaft, da Wasser in weiten Teilen Afrikas sowie in der arabischen Welt eine knappe Ressource ist. Auf dem Gebiet der effizienten Wassernutzung und der Präzisionslandwirtschaft gibt es viel zu gewinnen, auch niederländisches Fachwissen ist willkommen.

Auf diese Weise können marokkanische, afrikanische und niederländische Technologien kombiniert werden, um die Lebensmittelsysteme zu verbessern und den Landwirten ein gutes Leben zu ermöglichen, berichtet die Botschaft in Rabat.