Damit baut Migros ihre bereits seit dreißig Jahren bestehende Zusammenarbeit mit Bio Suisse, der größten Organisation für biologische Landwirtschaft in der Schweiz, weiter aus. Das neue Bio-Siegel wird exklusiv für Produkte Schweizer Herkunft gelten.
Der Umstieg auf dieses Bio Suisse-Siegel bedeutet, dass die Schweizer Bioprodukte von Migros künftig mit dem sogenannten „Knospe“-Label ausgestattet werden, dem bekannten Markenzeichen von Bio Suisse. Zuvor führte Migros ein eigenes Bio-Siegel, doch mit der Einführung des Knospe-Labels wird der Fokus stärker auf Herkunft und Nachhaltigkeit der Produkte gelegt.
In einem Interview mit „Schweizer Bauer“ im März dieses Jahres sagte Migros-Chef Mario Irminger, dass Migros näher an die Landwirtschaft heranrücken müsse.
Um dieses neue lokale Öko-Siegel realisieren zu können, sind jedoch erhebliche Veränderungen im Anbau und in der Produktion landwirtschaftlicher Produkte, wie Zuckerrüben, nötig. Migros und Bio Suisse arbeiten unter anderem an einer Ausweitung der landwirtschaftlichen Flächen für den biologischen Anbau.
Importierte und im Ausland produzierte Produkte unter der aktuellen Marke Migros Bio erfüllen mindestens die biologische EU-Norm. Diese Importe sind jedoch nicht mit dem Bio Suisse-Knospe-Siegel zertifiziert oder mit dem Knospe-Logo gekennzeichnet.
Das bedeutet, dass Migros ihren Schweizer Kunden ein vielfältigeres Bio-Sortiment anbietet, das mehrere Preissegmente abdeckt, wie es heißt. Auch Bio Suisse begrüßt diesen Schritt: „Wir freuen uns, dass wir die ohnehin schon sehr gute Zusammenarbeit intensivieren und somit die Schweizer biologische Landwirtschaft nachhaltig stärken können“, sagt Balz Strasser, Geschäftsführer von Bio Suisse, in der Migros-Mitteilung.
„Darüber hinaus wird Migros die Schweizer Biobauern bei der Förderung der heimischen Produktion unterstützen und dafür finanzielle Mittel bereitstellen“, schreibt Migros. Die genaue Höhe dieser Mittel geht aus der Erklärung nicht hervor. „Migros hat einen sechsstelligen Betrag reserviert, um die Schweizer Biolandwirtschaft zu fördern“, erklärte eine Sprecherin gegenüber der Schweizer Nachrichtenagentur sda.

