Sonntag 26 Juni 2022
Zuhause International Die CDU zögert mit AKK als Nachfolgerin von Bundeskanzlerin Merkel

Die CDU zögert mit AKK als Nachfolgerin von Bundeskanzlerin Merkel

Die deutsche Politikerin und Ministerin Annegret Kramp-Karrenbauer hat sich am vergangenen Wochenende ihre Position als Präsidentin der CDU gesichert. Auf dem Parteitag bleibt jedoch die Frage offen, wer bei den nächsten Wahlen als Kandidat für die Nachfolge von Angela Merkel als Kanzlerin kandidieren soll.

Als sie letztes Jahr von Merkel als Parteivorsitzende vorgeschlagen wurde, hielten viele Merkel für eine gute Kanzlerkandidatin. Aber Kramp-Karrenbauer steht seit ihrer Ernennung zum Parteivorsitzenden im Dezember letzten Jahres unter Beschuss.

In der CDU ist der Vorsitzende traditionell die erste Person, die bei den Bundestagswahlen als Kanzlerkandidat in Frage kommt. Die Idee, dass Annegret Kram Karrenbauer 2021 Merkels Nachfolgerin werden könnte, gefällt iedereen nicht.

Einige sehen sie als Merkel-Klon, andere finden sie nicht stark genug. Innerhalb der CDU tobt der Kampf darum, wie die Partei die Gunst der Wähler zurückgewinnen kann. Ist AKK der richtige Vorsitzende? Seit den schlechten Ergebnissen der CDU bei den Europawahlen steht die AKK unter Druck.

Auf dem Parteitag in Leipzig floh sie mit einer Vertrauensfrage vorwärts. Die Mehrheit der Partei unterstützte daraufhin den Parteivorsitzenden. Ihre Position als potenzielle Kanzlerkandidatin steht jedoch noch nicht fest und wird auf jeden Fall verschoben. Vor dem nächsten Parteitag muss Kramp-Karrenbauer Erfolge vorweisen, um andere potenzielle Kandidaten in Schach zu halten.

Der Parteitag lehnte einen Antrag ab, der den schwierigen Kompromiss mit der SPD zur Grundrente in Frage stellte. Hierfür wurden strengere Bedingungen formuliert. Dies kann zu Problemen mit dem Koalitionspartner SPD führen, der die Grundrente schnell einführen will. Die Sozialdemokraten haben ihren Parteitag am 6. Dezember.

Den traditionellen Parteien geht es in Deutschland nicht mehr so gut. Die Zeit, in der CDU und SPD noch 69,4 % Wähler unterstützen konnten, ist bereits vierzehn Jahre her. Das sind weniger als fünfzig Prozent. Die SPD hat in jüngsten Umfragen mit 14% ein historisches Tief erreicht, und auch die CDU ist unter 30% gefallen. Ohne die in Bayern fest verankerte CSU würde die Union noch miserabler aussehen.

Bei den Europawahlen wurden die Christdemokraten erneut hart getroffen (28.91 TP1, ein Verlust von 6.41 TP1), und bei den Landtagswahlen in Ostthüringen Ende Oktober erzielte die CDU nur 21.7 1 TP1 (ein Verlust von 11) 8%).

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