In Australien sind im vergangenen Jahr erneut mehr Farmen und eine größere Fläche an Ackerland in den Besitz ausländischer Investoren gelangt. Australien befürwortet den freien Markt und ist auch offen für ausländische Investitionen in den Agro- und Ernährungssektor.
Aus einer Übersicht der australischen Steuerbehörde geht hervor, dass die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe in ausländischem Besitz um 9,4 % auf 9.897 angestiegen ist. Dabei können Australier auch Miteigentümer sein, beispielsweise wenn es sich um Kooperations- oder Investmentgesellschaften handelt.
Trotz der aktuellen politischen Spannungen und Handelskonflikte im Agrarbereich zwischen Australien und China kamen bis vor Kurzem mit Abstand die größten ausländischen Investoren aus der Volksrepublik. Chinesen bewirtschafteten insgesamt 9,2 Millionen Hektar, was 2,4 % des Ackerlandes und vor allem der Weidelandflächen in Australien entspricht.
In den vergangenen Jahren wurden einige große Viehzuchtbetriebe von chinesischen Investoren übernommen, doch im Jahr 2020 gab es kaum chinesische Käufe.
An zweiter Stelle unter den ausländischen Eigentümern stehen Investoren aus dem Vereinigten Königreich. Britische Investoren ziehen sich jedoch seit einigen Jahren aus dem Land zurück; zuletzt um 9,5 %.
Mit jeweils etwa 2,8 Millionen Hektar und einem Anteil von 0,7 % der landwirtschaftlichen Fläche des Landes, stehen die Niederländer und Amerikaner an dritter und vierter Stelle unter den ausländischen Landbesitzern. Das von Ausländern bewirtschaftete Land wird zu einem Großteil (85 %) für die Produktion von Tieren genutzt, hauptsächlich Rindfleisch und Milch.

