China wird im kommenden Jahr die Einfuhr von Weizen fördern, um den inländischen Lebensmittelbedarf zu decken.
Der weltweit größte Verbraucher und Produzent von Weizen wird voraussichtlich in den nächsten zwölf Monaten sechs Millionen Tonnen kaufen, gegenüber etwas mehr als vier Millionen Tonnen im Vorjahr. Dies berichtet das China National Grain and Oils Information Centre, der staatliche Prognosedienst.
Darüber hinaus teilte ein argentinischer Minister mit, dass China nächste Woche eine Vereinbarung über die Lieferung von argentinischem Schweinefleisch nach China unterzeichnen wird.
China, das bereits der größte weltweite Importeur von Sojabohnen ist, kauft in den USA bereits erhebliche Mengen Mais und Baumwolle ein. China wird voraussichtlich im kommenden Jahr seine Käufe aus den USA erhöhen, um die Verpflichtungen im Rahmen des Handelsabkommens der ersten Phase einzuhalten. In Bezug auf Weizen fördert China die Einkäufe aus Frankreich und Litauen, während Russland und Kasachstan bereit sind, mehr zu verkaufen. Das US-Landwirtschaftsministerium schätzt die chinesischen Weizeneinfuhren im kommenden Jahr ebenfalls auf 6 Millionen Tonnen.
Die Weizenanbauflächen in China schrumpfen, da die Regierung Bauern in den trockenen nördlichen Regionen ermutigt, auf andere Kulturen umzusteigen, um eine übermäßige Nutzung von Grundwasser zu verhindern und dieses für den Anbau anderer Pflanzen verfügbar zu halten. Auch in der Tierernährung steigt die Nachfrage nach Weizen.
Die Preise für Mais liegen nahe den höchsten Niveaus der letzten fünf Jahre, angetrieben durch eine sich erholende Nachfrage nach Futtermitteln für Schweine und Geflügel. In einigen Regionen ist Mais bereits teurer als Weizen, was weitere Landwirte dazu veranlasst, Weizen zu verwenden. Der Weizeneinsatz in der Tierernährung dürfte im kommenden Jahr voraussichtlich um 4,5 Millionen Tonnen auf 20 Millionen Tonnen steigen.
Außerdem arbeitet Argentinien an einer überarbeiteten Vereinbarung mit China, die den Weg für chinesische Investitionen in die argentinische Schweinefleischindustrie ebnen könnte, sagte der argentinische Unterminister für Handel und Investitionsförderung gegenüber der britischen Nachrichtenagentur Reuters.
Dies könnte letztlich zu argentinischen Schweinefarmen mit chinesischer Unterstützung führen. In diesem Fall würde Argentinien nicht länger in begrenztem Umfang lebende Schweine zur Schlachtung nach China exportieren, sondern gefrorenes Schweinefleisch.
Unterminister Pablo Sivori sagte, dass in den kommenden Wochen ein Vertrag mit China unterzeichnet werden könne. Der Außenminister des Landes, Felipe Solá, erklärte Anfang dieses Monats, dass chinesische Investitionen Argentinien helfen könnten, die Schweinefleischproduktion erheblich zu steigern.
Argentinien ist bereits Lieferant von Rindfleisch für China, aber ein kleiner Akteur auf dem weltweiten Schweinefleischmarkt. Laut offiziellen Daten produzierte es 2019 630.000 Tonnen Schweinefleisch, von denen nur 34.000 Tonnen exportiert wurden.

