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Dänische Tierärzte protestieren gegen EU-Vorschriften zu Tierantibiotika

Iede de VriesIede de Vries
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Dänische Tierärzte haben am Dienstag in Kopenhagen gegen die Einführung der neuen europäischen Regelungen für Tierarzneimittel demonstriert. Sie warnen, dass die wortwörtliche Einhaltung in Nordeuropa zu einem Anstieg des Medikamentengebrauchs führen könnte.

Die neue EU-Verordnung, die in Dänemark am 28. Januar in Kraft getreten ist, schreibt vor, dass Tierärzte exakt die Angaben in der Packungsbeilage befolgen müssen. Nach deren Auffassung wurde das EU-Gesetz erlassen, um den Antibiotikaverbrauch in Südeuropa zu reduzieren. Doch in Nordeuropa, wo der Antibiotikakonsum bereits niedrig ist, führen die neuen Vorschriften zu einem höheren Antibiotikaeinsatz.

Die Tierärztin Karina Hou Larsen, eine der Initiatorinnen der Demonstration, hat am Parlamentsgebäude eine Petition übergeben. Sie berichtet, dass Politiker auf den Platz kamen, um die Unterschriften entgegenzunehmen. Laut den Tierärzten war schon lange bekannt, dass die neue EU-Regelung bevorstand, doch erst jetzt hat der dänische Veterinärdienst eine Verordnung erarbeitet.

„Diese EU-Verordnung wurde 2018 beschlossen, aber die dänische Interpretation durch die Dänische Veterinär- und Lebensmittelbehörde war erst letzte Woche endlich fertig. Und in der EU wurde offensichtlich nicht ausreichend auf die Einwände gehört, die wir aus Dänemark vorgebracht haben.“ „Wir wollen eine Ausnahmeregelung. Andernfalls müssen wir Tierärzte ständig auf Zehenspitzen gehen“, sagt Karina Hou Larsen.

Sie erklärt, dass die neuen Regeln Tierärzte zwingen könnten, ein Medikament auf eine bestimmte Weise zu verschreiben, den Kunden in der Praxis aber gleichzeitig raten, es auf eine andere Art anzuwenden.

Dieser Artikel wurde von Iede de Vries geschrieben und veröffentlicht. Die Übersetzung wurde automatisch aus der niederländischen Originalversion generiert.

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