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Deutsche Bauern: Mensch, Tier, Lebensmittel und Klima in einem Grundgesetzartikel

Iede de VriesIede de Vries

Der Deutsche Bauernverband (DBV) ist der Meinung, dass der Staat nicht nur eine Fürsorgepflicht für das Leben von Mensch und Tier hat, sondern auch für Ernährungssicherheit und Klimaschutz.

Die vier Begriffe Mensch, Tier, Lebensmittel und Klima sollen laut DBV in einem einzigen Artikel im Grundgesetz verankert werden. In einer neuen Zukunftsvision wird für eine neue Partnerschaft zwischen Ernährung und Landwirtschaft plädiert.

Die neue DBV-Zukunftsvision ist vor allem ein Impuls an die deutsche Politik, kaum vier Monate vor der Bundestagswahl Ende September. Zudem erscheint das Papier in einer Phase großer Unsicherheit unter vielen deutschen Landwirten; innerhalb der Agrarsektoren gibt es immer häufiger Interessenkonflikte und Meinungsverschiedenheiten.

Das am Mittwoch vorgestellte Konzept wird auch als ein „Gegenstimme“ und „Alternativvorschlag“ zum Bericht der sogenannten Landwirtschaftskommission für die Zukunft (ZKL) angesehen. Diese Kommission wurde von Bundeskanzlerin Angela Merkel eingesetzt und soll im Juni Empfehlungen für ein nachhaltiges Landwirtschaftssystem vorlegen. Es wird erwartet, dass die Kommission mit einigen einschneidenden Vorschlägen an die Öffentlichkeit tritt.

DBV-Vorsitzender Rukwied betonte, dass der DBV mit seinem Zukunftskonzept nicht mit den möglichen Empfehlungen der ZKL konkurrieren wolle, sondern einen Anstoß für eine intensivere Diskussion und bessere Orientierung in der Agrarbranche geben will.

In der deutschen Politik wird aktuell intensiv über ein neues Tierschutzgesetz (von SPD-Umweltministerin Svenja Schulze) und ein neues Landwirtschaftsgesetz (von CDU- Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner) debattiert. Dabei steht bereits jetzt fest, dass Landwirtschaftsthemen einen wichtigen Bestandteil des deutschen Wahlkampfs bilden werden.

„Wir deutschen Landwirte produzieren nicht nur qualitativ hochwertige und sichere Lebensmittel, sondern bieten auch zahlreiche Leistungen im Bereich Umwelt, Klima und Biodiversität. Doch wir Bauern sehen uns zunehmend durch den aktuellen politischen und wirtschaftlichen Rahmen unter Druck gesetzt. Viele Landwirte zweifeln mittlerweile an der Nachhaltigkeit der Landwirtschaft in Deutschland. Das muss sich wieder ändern“, so Rukwied weiter.

Der Vorschlag umfasst unter anderem, dass der Staat mehr Geld für Landwirtschaft und Viehzucht bereitstellt, jedoch keine Verpflichtungen hinsichtlich der Produktionsmethoden auferlegt. Anforderungen für mehr Biodiversität in Landwirtschaft und Waldbewirtschaftung sollen nur freiwillig umgesetzt werden dürfen, wird betont.

Angesichts der zahlreichen Herausforderungen, vor denen die deutsche Landwirtschaft derzeit steht, ist DBV-Vorsitzender Rukwied überzeugt, dass dieses Konzept ein wichtiger Schritt für die Zukunft der Landwirtschaft sein kann: „Wir brauchen klare Zusagen, dass Landwirtschaft, Ernährungssicherheit und Nachhaltigkeit untrennbar miteinander verbunden sind. Mit unserem Konzept wollen wir einen Schritt in Richtung Zukunft der Landwirtschaft machen.“

https://www.bauernverband.de/dbv-positionen/positionen-beschluesse/position/zukunftskonzept-2021

Dieser Artikel wurde von Iede de Vries geschrieben und veröffentlicht. Die Übersetzung wurde automatisch aus der niederländischen Originalversion generiert.

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