Der Sicherheitsrat diskutierte ebenfalls den Vorfall mit einem zweiten unbekannten Objekt. Die Bundesanwaltschaft hat die Ermittlungen ĂĽbernommen.
Ukrainisch
Die Drohne wurde in der Nähe von ukrainischen Antonov-Transportflugzeugen entdeckt. Leipzig/Halle ist ein wichtiges Fracht-Drehkreuz und wird von den Behörden als kritische Infrastruktur eingestuft. Der Vorfall hat dadurch auch die Debatte über den Schutz von Flughäfen gegen Drohnen verschärft.
Die Drohne wurde in der Nähe der südlichen Start- und Landebahn von Leipzig/Halle gefunden. Kurz zuvor wurde ein unbekanntes Flugobjekt in der Umgebung des Flughafens beobachtet.
Nach der ersten Beobachtung wurden beide Start- und Landebahnen vorübergehend geschlossen und mehrere Flüge umgeleitet. Die nördliche Bahn konnte etwa zwei Stunden später wieder geöffnet werden. Nach Angaben der Behörden bestand keine Gefahr für Passagiere oder Flughafenpersonal.
Zweite Drohne
Während der Störung kam es zu einem zweiten Vorfall. Ein Frachtflugzeug, das wegen der geschlossenen Landebahn nicht in Leipzig landen konnte, kollidierte mit einem unbekannten Objekt. Möglicherweise handelte es sich um eine zweite Drohne. Das Frachtflugzeug wich nach Hannover aus und landete dort. Bei der Inspektion wurden leichte Schäden festgestellt.
Ob die beiden Ereignisse miteinander verbunden sind, ist bisher nicht geklärt. Die deutschen Behörden haben noch keinen offiziellen Täter benannt. Innenminister Alexander Dobrindt sprach von einem neuen Bedrohungsszenario.
Auch bereits frĂĽher
Die Vorfälle werden als mögliches hybrides Angriffsszenario untersucht, ein politisches Motiv ist jedoch noch nicht bestätigt. Leipzig/Halle hatte bereits zuvor Sicherheitsprobleme. Im Jahr 2024 entzündete sich eine Brandbombe in einem Logistikzentrum am Flughafen. Auch Drohnenbeobachtungen hatten zuvor zu temporären Unterbrechungen des Flugverkehrs geführt.