Der Jahresbericht gibt einen umfassenden Einblick in die sich verändernden Essgewohnheiten der deutschen Bevölkerung, mit starkem Fokus auf Gesundheit, Nachhaltigkeit und Tierschutz. Seit 2015 untersucht das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) jährlich, welche Aspekte bei den Konsumenten bei der Wahl ihrer Lebensmittel wichtig sind.
Die Ergebnisse zeigen, dass Geschmack und Gesundheit weiterhin die zwei wichtigsten Faktoren für Deutsche bei der Wahl von Lebensmitteln sind. Dies sind seit Beginn der Berichterstattung im Jahr 2015 durchgehend hohe Prozentsätze. Auffallend ist, dass Frauen mehr Wert auf gesunde Ernährung legen (97 %) im Vergleich zu Männern (85 %).
Eine weitere wichtige Erkenntnis ist die Verschiebung hin zu pflanzlichen Alternativen. Die Anzahl der Menschen, die regelmäßig vegetarische oder vegane Produkte konsumieren, ist deutlich gestiegen. Im Jahr 2024 gaben 39 % der Deutschen an, mindestens ab und zu pflanzliche Produkte zu essen, eine Steigerung von 10 % im Vergleich zu 2020.
Diese Veränderung wird unter anderem durch die zunehmende Verfügbarkeit von Fleischersatzprodukten und das wachsende Bewusstsein für die Auswirkungen des Fleischkonsums auf Gesundheit und Umwelt verursacht.
Die Aufmerksamkeit für den Tierschutz hat in Deutschland in den letzten Jahren ebenfalls stark zugenommen. Im Jahr 2024 gaben 65 % der Verbraucher an, dass das Wohl der Tiere bei ihren Kaufentscheidungen wichtig ist, ein deutlicher Anstieg gegenüber 36 % im Jahr 2015. Die Nachfrage nach Produkten mit einem Tierschutzlabel wächst daher weiterhin.
Ein weiterer auffälliger Aspekt des Berichts ist das wachsende Bewusstsein für Lebensmittelverschwendung. Im Jahr 2024 gab ein großer Teil der Befragten an, sorgsam mit Lebensmitteln umzugehen und darauf zu achten, dass Produkte nicht unnötig weggeworfen werden. Ganze 91 % der Deutschen überprüfen bei Lebensmitteln mit überschrittenem Mindesthaltbarkeitsdatum zuerst, ob sie noch verwendbar sind, bevor sie weggeworfen werden.
Außerdem zeigen die Ergebnisse, dass deutsche Verbraucher bereit sind, mehr für nachhaltige und tierfreundliche Produkte zu bezahlen.

