Deutschland erforscht Elektrotraktoren in der Landwirtschaft

Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir hat eine technische Studie zur Entwicklung von Elektrotraktoren mit einer Förderung in Höhe von einer Million Euro gefördert. Das Geld stammt aus einem Fonds zur nachhaltigeren Gestaltung der deutschen Landschaft und Landwirtschaft. Die Subvention war bereits in den Debatten um die schrittweise Abschaffung des günstigeren Diesels für landwirtschaftliche Fahrzeuge versprochen worden.

„Es braucht Antworten, wie landwirtschaftliche Betriebe klimafreundlicher werden können. Dieser Wandel wird nur gelingen, wenn auch die Menschen, die ihn umsetzen müssen, davon überzeugt sind. Und natürlich muss es wirtschaftlich sein“, sagte Bundesminister Özdemir bei der Vorstellung der Pläne.

Traktoren mit klimafreundlichem Antrieb reduzieren den Ausstoß von Treibhausgasen und tragen so zum Klimaschutz bei. Ziel des Projekts „TrAkceptance“ ist es, die Akzeptanz von landwirtschaftlichen Maschinen mit erneuerbaren Kraftstoffen oder Elektroantrieb zu untersuchen – und wie dieser Anteil gesteigert werden kann. 

Geleitet wird das Projekt von der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf (HSWT), dem Technologie- und Förderzentrum des Kompetenzzentrums für Nachwachsende Rohstoffe (TFZ) und dem Bundesverband Bioenergie e.V. (BBE).

Darüber hinaus hat das BMEL-Ministerium eine Studie über die Möglichkeiten für mehr Windkraft- und Solarparks in Deutschland in Auftrag gegeben. Die Mitte-Links-Koalition will die Kraftwerke, die mit in Deutschland abgebauter Braunkohle betrieben werden, so schnell wie möglich loswerden und will keine Rückkehr zur Elektrizität aus Atomkraftwerken. Die Braunkohleverbrennung ist ein wesentlicher Verursacher von Treibhausgasen und die Abgrabungen „zerstören“ die Landschaft.

Der Beirat für ländliche Entwicklung (SRLE) des Ministeriums hat am Dienstag seine Stellungnahme „Transformation des Energiesystems: Chancen für den „Ausbau von Windenergie- und Photovoltaikanlagen für den ländlichen Raum“ vorgelegt und an Minister Cem Özdemir übergeben. Darin gibt das SRLE Empfehlungen zur Stärkung der Akzeptanz und Beteiligung an Einnahmen aus nachhaltiger Energie bei Kommunen und Bürgern. 

Aufgrund ihrer Standortanforderungen sind ländliche Räume für den notwendigen Ausbau erneuerbarer Energiequellen von herausragender Bedeutung. Minister Özdemir sagte: „Es braucht Antworten, wie landwirtschaftliche Betriebe klimafreundlicher werden können.“ Diese Transformation wird nur gelingen, wenn auch die Menschen, die diese Innovation umsetzen müssen, davon überzeugt sind. Und natürlich muss es wirtschaftlich sein.“