Durch die hohe Inflation im Jahr 2022 hatten viele deutsche Verbraucher das Verlangen nach Bio-Lebensmitteln, die in der Regel teurer sind, verloren. Doch der Verband der Bio-Lebensmittelwirtschaft sieht nun eine Trendwende.
Laut einer repräsentativen Umfrage, die das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) regelmäßig durchführt, nutzten im Jahr 2022 36 Prozent der Menschen in Deutschland häufig Bio-Produkte. 89 Prozent der Befragten gaben auch an, künftig Bio-Lebensmittel kaufen zu wollen.
Die meisten ökologischen Flächen liegen in Bayern mit 423.000 Hektar, gefolgt von Brandenburg mit 228.400 Hektar und Mecklenburg-Vorpommern mit 199.700 Hektar. Auch die Anzahl der Biobetriebe stieg um über 10 Prozent auf rund 28.700. Das bedeutet, dass inzwischen mehr als jeder zehnte landwirtschaftliche Betrieb (11 Prozent) vom ökologischen Landbau abhängig ist.
Was die durchschnittliche Fläche pro Betrieb betrifft, zeigen die Ergebnisse der Agrarstrukturerhebung 2023 ein nahezu identisches Bild zwischen dem Ökobereich und der Landwirtschaft insgesamt. Mit durchschnittlich 66,7 Hektar pro Betrieb verfügen ökologische Höfe über eine nahezu identische Fläche wie der durchschnittliche deutsche Bauernbetrieb mit 65,0 Hektar.
Aus einer regionalen Analyse geht hervor, dass 2023 mit 423.000 Hektar fast ein Viertel (23 %) des gesamten deutschen Ökolandes in Bayern bewirtschaftet wurde. Die nächstgrößten ökologischen Anbauflächen befinden sich in Brandenburg mit 228.400 Hektar und 199.700 Hektar in Mecklenburg-Vorpommern.
In den vergangenen zehn Jahren ist die landwirtschaftlich genutzte Fläche, auf der ökologischer Landbau betrieben wird, von etwa 1,05 Millionen Hektar auf 1,85 Millionen Hektar gewachsen. Folglich wurden im Jahr 2023 elf Prozent aller landwirtschaftlichen Flächen in Deutschland ökologisch bewirtschaftet.
Im an die Niederlande grenzenden Bundesland Nordrhein-Westfalen wurden über 91.000 Hektar landwirtschaftliche Fläche von 2.020 Betrieben ökologisch bewirtschaftet – mehr als je zuvor. Im Vergleich zu 2010 ist dieses Areal um 71,4 % gewachsen. Wie in Niedersachsen vollzieht sich dort der Übergang zum Ökolandbau langsam, aber stetig.

