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Ende von Orbáns Herrschaft nach Wahlniederlage

Iede de VriesIede de Vries
Der ungarische pro-moskauische Ministerpräsident Viktor Orbán ist bei den Wahlen besiegt worden, womit seine 16-jährige Amtszeit zu Ende geht. Die pro-europäische Opposition unter der Führung von Péter Magyar erringt bedeutende Erfolge.
Magyar traf Orbán während eines kürzlichen Treffens im Europäischen ParlamentFoto: (Photo EU)

Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán hat seine Niederlage nach den Wahlen anerkannt, bei denen die Oppositionspartei Tisza von Péter Magyar einen großen Sieg errang. Mit 138 Sitzen in einem Parlament von 199 hat Tisza eine Supermehrheit erreicht.

Dies ermöglicht Magyar grundlegende Reformen durchzuführen. Orbán, der 16 Jahre an der Macht war, gab zu, dass die Wahlergebnisse „schmerzhaft“ sind. Anhänger von Magyar feierten den Sieg ausgiebig in Budapest, wo sie „Die Russen nach Hause“ sangen. 

Die Stimmung unter den Anhängern Magyars war festlich, viele Menschen zogen auf die Straßen, um zu feiern. Magyars Sieg wird als Signal gesehen, dass sich die politische Richtung Ungarns ändern muss.

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Kampf gegen Korruption

Magyar, der seine Partei erst vor zwei Jahren gründete, hat versprochen, die Korruption zu bekämpfen und die Unabhängigkeit der ungarischen Justiz wiederherzustellen. Die Wahlbeteiligung lag mit 79,5 Prozent höher als je zuvor bei demokratischen Wahlen in Ungarn. Dies zeigt, dass viele Ungarn nach Jahren der Korruption unter Orbán Veränderungen wünschen.

Orbán selbst sprach kurz nach der Wahl und gab an, dem Sieger gratuliert zu haben. Magyars Sieg wurde von zahlreichen europäischen Führungspersönlichkeiten begrüßt, die Zusammenarbeit zusagten.

Während des Wahlkampfes betonte Magyar die Notwendigkeit einer besseren Beziehung zur Europäischen Union und die Freigabe der zurückgehaltenen EU-Mittel.

Auch die Ukraine freut sich

Das Versprechen, die Korruption unter 16 Jahren Orbán- und Fidesz-Herrschaft zu bekämpfen, war eine wichtige Botschaft, die bei den Wählern ankam. Magyars Partei beabsichtigt, dem öffentlichen Leben in Ungarn, das unter Orbán unterdrückt wurde, neue Impulse zu geben.

Außerdem reagierte das Außenministerium der Ukraine positiv und lockerte ihre Reisehinweise für Ukrainer.

Die Veränderungen im ungarischen politischen Umfeld erinnern an ähnliche Situationen in anderen europäischen Ländern. Der Sieg wird nicht nur als lokales Ereignis gesehen, sondern als Hinweis auf breitere Trends, die aus einer Verschiebung hin zu mehr Demokratie in der Region resultieren können.

Zunächst nach Brüssel

Magyar gab an, dass sein erster Auslandsstaatsbesuch ins große Nachbarland Polen gehen wird, wo er auf Unterstützung des polnischen Ministerpräsidenten Donald Tusk zählen kann. Zuvor wird er bereits in Brüssel für die Freigabe der versprochenen EU-Unterstützung werben. Magyar ist derzeit noch Mitglied des Europäischen Parlaments.


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Dieser Artikel wurde von Iede de Vries geschrieben und veröffentlicht. Die Übersetzung wurde automatisch aus der niederländischen Originalversion generiert.

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