In Tschechien mussten Tierärzte am Dienstag 80.000 infizierte Hühner auf einem Geflügelbetrieb, 45 Kilometer nördlich von Prag, schlachten. Seit Ende letzter Woche sind auf dem Hof in Tschechien, auf dem vor Weihnachten noch 188.000 Hühner gehalten wurden, über hunderttausend Hühner verendet.
Die Schlachtung von mit Vogelgrippe infiziertem Geflügel ist weiterhin im Gange. Tierärzte mussten zudem mehr als eine Million Eier für den Export vernichten, so der Sprecher. Bislang wurden in der Tschechischen Republik 48 Fälle von aviärer Influenza registriert, ein Rekord innerhalb eines Kalenderjahres.
In Slowenien wurde am Dienstag im Norden des Landes auf einem kleinen Bauernhof die erste Infektion festgestellt, so die slowenischen Behörden. Dies war die erste H5N1-Virusinfektion in Slowenien.
Aufgrund der überdurchschnittlichen Sterblichkeit der Vögel wurde ein Test auf einem Hof in der Nähe von Slovenska Bistrica, etwa 100 Kilometer nordöstlich von Ljubljana, durchgeführt. Auf und rund um den infizierten Betrieb wurden geeignete Maßnahmen ergriffen und Züchter gebeten, die Tiere zu isolieren.
Vor Kurzem wurden auch in Frankreich im Südwesten des Landes Ausbrüche von Vogelgrippe festgestellt, und Anfang Dezember wurde in Großbritannien bekannt gegeben, dass eine halbe Million Vögel wegen der größten Vogelgrippeepidemie aller Zeiten getötet werden müssen.
Auch in Belgien und Niederlande wurden in den vergangenen Monaten nach dem Nachweis verschiedener Ausbruchsschwerpunkte von aviärer Influenza Quarantänemaßnahmen ergriffen.

