Organisationen, die sich für Fußballfans einsetzen, erklären, dass die Preise für die WM 2026 außergewöhnlich hoch sind. Sie sprechen von übermäßigen Kosten, die für viele Fans unbezahlbar geworden sind. Die Spiele finden in wenigen Monaten in 16 Städten in Kanada, den Vereinigten Staaten und Mexiko statt.
Die Beschwerde wurde bei der Europäischen Kommission eingereicht. Nach Auffassung der Beschwerdeführer missbraucht der Weltfußballverband seine starke Position beim Ticketverkauf.
Tausende Dollar
Den Organisationen zufolge haben die Fans kaum Auswahl. Wer ein Spiel sehen möchte, muss die hohen Preise akzeptieren, andernfalls ist ein Zugang unmöglich.
Promotion
Besonders die Preise für das Finale sorgen für viel Kritik. Die günstigsten noch verfügbaren Tickets kosten Tausende von Dollar, deutlich mehr als bei früheren Fußballturnieren.
Variable Preise
Auch die Verwendung von variablen Preisen führt zu Unzufriedenheit. Die Ticketpreise ändern sich je nach Nachfrage, wodurch die Kosten ohne klare Obergrenze steigen können. Für viele Sportveranstaltungen in den Vereinigten Staaten ist dies eine übliche Praxis, während anderswo meist vorab festgelegte Preise gelten.
Günstigere Tickets wurden zwar angeboten, sind in der Praxis jedoch schwer zu bekommen. Ein großer Teil davon wurde bereits vor Beginn des freien Verkaufs an nationale Fußballverbände und ihre Fangruppen vergeben.
Weiterverkauf
Außerdem spielt der Weiterverkauf eine Rolle. Auf dem Zweitmarkt werden Tickets zu extrem hohen Preisen angeboten, manchmal weit über dem ursprünglichen Preis. Dieser Weiterverkauf macht den Verkaufsprozess noch undurchsichtiger.
Trotz der Kritik bleibt die Nachfrage groß. Das Turnier, das erstmals mit 48 Teams ausgetragen wird, zieht weltweit großes Interesse auf sich und führt zu einer enormen Anzahl von Anträgen für Eintrittskarten.
Juristisch
Die Europäische Kommission hat bestätigt, dass die Beschwerde geprüft wird. Damit kann die FIFA noch vor Beginn des Turniers in rechtlich problematisches Fahrwasser gelangen. Unterdessen verteidigt die FIFA die Preise als Folge der großen Nachfrage nach dem Turnier.

