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Europäische Länder versuchen, die Preise für Medikamente zu senken

Iede de VriesIede de Vries
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Der niederländische Minister Bruno Bruins (Gesundheitsversorgung und Sport) hat Länder weltweit dazu aufgerufen, sich der International Horizon Scanning Initiative anzuschließen. Diese Aufforderung richtete er kürzlich während eines Gipfels der Vereinten Nationen (UN) in New York an, und inzwischen haben sich acht Länder angeschlossen.

Das unter Mitführung der Niederlande stehende Kooperationsbündnis ist nun gestartet und soll Medikamente erschwinglich halten. Die neun Länder werden alle Informationen über ein neues Arzneimittel „intensiv“ miteinander teilen. So wissen sie besser, was auf sie zukommt, und stehen in Verhandlungen mit Herstellern stärker da.

Am sogenannten International Horizon Scanning Initiative (IHSI) beteiligen sich auch Belgien, Irland, Dänemark, Luxemburg, Norwegen, Portugal, Schweden und die Schweiz. Die Niederlande, Belgien und Irland hatten bereits zuvor die Führung übernommen. Sie werden weiterhin weitere Länder dazu gewinnen, um die Allianz zu stärken. Später sollen auch Informationen über neue medizinische Hilfsmittel wie Herzschrittmacher, Pflaster und Prothesen ausgetauscht werden.

Anfang dieses Jahres drohte die Niederlande noch damit, Hersteller von hochpreisigen Medikamenten an den Pranger zu stellen, falls sie nicht erklären können, warum sie für ihre Arzneimittel so hohe Preise verlangen. Dies geschah in einem offenen Brief in einer landesweiten Tageszeitung. Den niederländischen Minister stört vor allem, dass manche Medikamente mehr als 100.000 Euro pro Patient und Jahr kosten, ohne dass klar ist, warum sie so teuer sind.

Untersuchungen zeigen, dass in den Niederlanden im Vergleich zu anderen europäischen Ländern oft viel mehr für neue Medikamente bezahlt werden muss. Der Preis liegt manchmal mehr als fünfzig Prozent über dem anderer Länder.

Dieser Artikel wurde von Iede de Vries geschrieben und veröffentlicht. Die Übersetzung wurde automatisch aus der niederländischen Originalversion generiert.

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