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Europäische Supermärkte drohen Brasilien mit Boykott wegen Regenwald

Iede de VriesIede de Vries

Einige Dutzend große europäische Supermarktketten drohen mit einem Boykott brasilianischer Produkte, falls das Land mit der Abholzung des Urwalds weitermacht. Die Supermärkte erklären, dass sie den Kauf brasilianischer Produkte einstellen werden, wenn das Land an der umstrittenen Gesetzgebung festhält.

Präsident Bolsonaro möchte illegal abgeholzte Waldgebiete nachträglich legalisieren. Für den großflächigen Anbau von Sojabohnen für die weltweite Lebensmittel- und Futtermittelindustrie werden trotz Protesten weiterhin Teile des Amazonasgebiets abgeholzt, was die Erderwärmung beschleunigt.

Der Brief wurde von deutschen, niederländischen, englischen, französischen und schwedischen Supermärkten wie Lidl, Aldi, Albert Heijn, Marks & Spencer, Co-op, Metro, Migros, Cranswick und Skandia unterzeichnet.

Der Brief hat weltweit bereits beträchtliche Medienaufmerksamkeit erzeugt, darunter einen prominenten Platz in den BBC-Nachrichten und online, weshalb die Unterzeichner hoffen, den Druck auf Brasilien erhöhen zu können.

Im Vorjahr wurde ein ähnlicher Brief verschickt, im Vorfeld der erwarteten Einführung des umstrittenen Gesetzesentwurfs, der damals jedoch zurückgezogen wurde. In dem Brief wird die brasilianische Regierung aufgefordert, ihren Vorschlag erneut zu überdenken.

Unter der Regierung von Präsident Jair Bolsonaro ist die Abholzung im Amazonasgebiet so hoch wie seit 2008 nicht mehr. In diesem Jahr wurden etwa 430.000 Hektar des Amazonas abgeholzt oder abgebrannt. „Wenn Maßnahmen zum Schutz der Natur beeinträchtigt werden, sehen wir uns gezwungen, unsere Nutzung der brasilianischen Lieferkette für landwirtschaftliche Rohstoffe zu überdenken“, heißt es abschließend in dem Brief.

Dieser Artikel wurde von Iede de Vries geschrieben und veröffentlicht. Die Übersetzung wurde automatisch aus der niederländischen Originalversion generiert.

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