Caruana Galizia wurde am 16. Oktober 2017 durch eine Autobombe ermordet. Die 53-jährige Journalistin kam ums Leben, als die Explosion auslöste, während sie in der Nähe ihres Hauses fuhr. Ihr Tod löste großes öffentliches Entsetzen und Proteste in Malta aus.
Der Mord und die anschließenden Ermittlungen entwickelten sich zu einer großen politischen Krise. Die Proteste eskalierten weiter, nachdem Fenech 2019 festgenommen worden war. Die politische Nachwirkung führte schließlich zum Rücktritt des damaligen Premierministers Joseph Muscat.
Auftraggeber
Fenech wurde beschuldigt, der Auftraggeber und Finanzier des Mordes zu sein. Laut der Staatsanwaltschaft hatte er den Anschlag organisiert und bezahlt. Der Geschäftsmann bestritt während des Prozesses, den Mord in Auftrag gegeben oder daran mitgewirkt zu haben.
Promotion
Den Anklägern zufolge stellte Caruana Galizias journalistische Arbeit ein Motiv dar. Fenech wollte sie vermutlich ermorden lassen, weil sie kurz davorstand, Informationen über ihn zu veröffentlichen. Caruana Galizia recherchierte zu mutmaßlicher Korruption und Verbindungen zwischen politischen und geschäftlichen Kreisen.
Politiker
Fenech verwies während des Prozesses auf Keith Schembri, seinen ehemaligen Freund und ehemaligen Stabschef von Premierminister Muscat. Die Verteidigung argumentierte, dass Schembri beteiligt gewesen sei und die Ermittlungen gegen ihn unzureichend gewesen seien. Schembri bestritt jegliche Beteiligung an dem Mord.
Die Polizei erklärte, dass Schembri niemals als Mordverdächtiger betrachtet wurde. Fenech bestritt unterdessen weiterhin alle gegen ihn erhobenen Anschuldigungen. Letztlich sprach die Jury ihn sowohl vom Mordkomplott als auch von Beihilfe zum Mord frei.
Fünf Männer wurden in Zusammenhang mit dem Mord an Caruana Galizia verurteilt: drei, die den Mordauftrag ausführten, und zwei, die die Bombe lieferten, die vor neun Jahren unter dem Auto der Journalistin angebracht wurde und ihr Leben kostete.

