Laut einer Studie der renommierten Reuters Foundation entwickeln sich viele Aspekte der Weltwirtschaft in die falsche Richtung, und die Klimaziele des Pariser Abkommens von 2015 werden nicht erreicht werden.
Das geht aus neuen Untersuchungszahlen des World Resources Institute (WRI) und der ClimateWorks Foundation hervor.
So wurde in den letzten Jahren nur wenig Fortschritt bei der Reduzierung der Emissionen aus der landwirtschaftlichen Produktion erzielt, die zwischen 2012 und 2017 um 3 Prozent zunahm, heißt es in dem Bericht. Die Emissionen aus der Landwirtschaft werden in den nächsten dreißig Jahren voraussichtlich um fast ein Drittel steigen.
Nach dem Bericht müssten diese Prozentsätze laut Paris 2015 dagegen deutlich sinken, um die weltweite Temperaturerhöhung unter 1,5 °C zu halten.
Versuche, die Abholzung insbesondere in tropischen Regionen zu stoppen, scheitern ebenfalls, sagte die Mitautorin des Berichts Katie Lebling. „Die Abholzung nimmt zu – dabei müsste sie abnehmen“, berichtete Lebling, Mitarbeiterin im Klimaprogramm des WRI, gegenüber der Thomson Reuters Foundation.
Der Bericht untersuchte die weltweiten Fortschritte in der Klimapolitik in sechs Branchen: Energie, Gebäude, Industrie, Transport, Wälder und Landwirtschaft.
So zeigt sich, dass die Luftverschmutzung durch Zement- und Stahlproduktion fast die Hälfte aller industriellen Emissionen weltweit ausmacht. Um die Klimaziele zu erreichen, müssten die Emissionen aus der Zementproduktion weltweit um 85 bis 91 Prozent und die Emissionen aus der Stahlproduktion um 93 bis 100 Prozent bis 2050 sinken, so die Schätzungen im Bericht.

