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Jetzt auch in österreichischen Fleischereien Personal mit Coronavirus infiziert

Iede de VriesIede de Vries

Auch in Österreich wurden in drei großen fleischverarbeitenden Betrieben Corona-Infektionen unter den Mitarbeitern festgestellt. Insgesamt zwölf Mitarbeiter wurden positiv auf das Coronavirus getestet, bestätigte das Krisenteam des Bundeslandes Oberösterreich am Sonntag gegenüber der Nachrichtenagentur APA.

Jährlich werden in Österreich etwa fünf Millionen Schweine produziert. Obwohl Österreich mit dieser Menge autark ist, werden jährlich trotzdem 2,5 Millionen Schweine aus anderen EU-Ländern importiert. Zwei Drittel davon stammen aus Deutschland. Ungefähr 40 Prozent dieser 2,5 Millionen importierten Schweine gehen in den Großhandel, die restlichen 60 Prozent werden in der Fleischindustrie verarbeitet.

Die von Corona betroffenen österreichischen fleischverarbeitenden Unternehmen liegen nicht weit von der deutschen Grenze entfernt. Die anderen Mitarbeiter der infizierten Betriebe wurden am Sonntag noch getestet. Die Ergebnisse werden für Montag erwartet.

Die Gesundheitsbehörde erwartet laut einer österreichischen Zeitung keine neuen Ausbrüche. Auch Betriebsstilllegungen werden vorerst nicht in Erwägung gezogen. Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP) und Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) betonen, dass die kleinen Schlachthöfe gut aufgestellt sind, um die Ausbreitung des Virus zu bekämpfen.

Die meisten Arbeiter in der Fleischindustrie sowohl in Deutschland als auch in Österreich stammen aus dem Ausland, jedoch sind die Schlachthöfe hinsichtlich Größe und Umsatz nicht vergleichbar. Der durchschnittliche Schlachthof in Österreich hat nur 400 Mitarbeiter. Zudem arbeiten sie unter besseren sozialrechtlichen Bedingungen.

Beim deutschen Fleischverarbeiter Tönnies in Nordrhein-Westfalen wurden im Juni mehr als 1.400 Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet. Daraufhin musste die Region rund um die betroffenen Betriebe erneut in den Lockdown. Der Vorfall löste eine intensive Diskussion über die Arbeits- und Lebensbedingungen der oft osteuropäischen Beschäftigten aus.

China hat die Einfuhr von zwei brasilianischen Schweinefleischfabriken der beiden großen Fleischkonzerne JBS und BRF aus Angst vor der Verbreitung des Coronavirus ausgesetzt. Es handelt sich um die BRF-Fabrik in Lajeado und eine JBS-Fabrik in Tres Passos, beide im brasilianischen Bundesstaat Rio Grande do Sul. Brasilien erholt sich von dem weltweit zweitgrößten Corona-Ausbruch nach den Vereinigten Staaten.

China ist der größte Abnehmer von brasilianischem Schweine-, Rind- und Hühnerfleisch. Es hat verlangt, dass Fleischexporteure weltweit zertifizieren, dass ihre Produkte coronavirusfrei sind. Zuvor hatte China bereits die Einfuhr von Fleisch verarbeitenden Betrieben in Deutschland, den Niederlanden und den USA ausgesetzt, nachdem dort Corona beim Personal festgestellt worden war. Insgesamt sind nun sechs brasilianische Fleischfabriken blockiert.

Dieser Artikel wurde von Iede de Vries geschrieben und veröffentlicht. Die Übersetzung wurde automatisch aus der niederländischen Originalversion generiert.

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