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Kampfunterbrechung der Türkei gegen Kurden im Grenzgebiet Syriens

Iede de VriesIede de Vries
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Die Vereinigten Staaten und Türkei haben eine Einigung über die Beendigung des türkischen Einmarsches im Grenzgebiet zu Syrien erzielt. Es wurde ein fünftägiger Waffenstillstand vereinbart. Die Offensive der Türkei wird erst vollständig eingestellt, wenn sich die kurdischen YPG-Kämpfer zurückgezogen haben. Die Amerikaner geben an, bereits Vorbereitungen für einen sicheren Abzug der kurdischen Miliz zu treffen.


Die Türkei spricht nicht von einem Waffenstillstand, sondern von einer vorübergehenden Pause der Operation und betont, dass Ankara von den USA die Erlaubnis erhalten habe, eine „sichere Zone“ im Grenzgebiet zu verwalten. Pence sagt, eine solche Zone sei langfristig im Interesse beider Seiten. Es ist noch unklar, wie Syrien und Russland dazu stehen.

Die Türkei hoffte mit dem Einmarsch einen etwa 225 Kilometer langen und 32 Kilometer breiten Streifen entlang der türkisch-syrischen Grenze abzusichern. Zudem möchte sie die mehrere Millionen syrischen Flüchtlinge, die derzeit in der Türkei aufgenommen werden, dorthin umsiedeln.

Weiterhin haben die Vereinigten Staaten und die Türkei vereinbart, dass die YPG alle schweren Waffen abgeben und alle ihre Stellungen demontiert werden müssen. Ob die Vereinbarungen auch andere kurdische Gruppierungen betreffen, ist unklar.

Die Vereinigten Staaten werden aufgrund der Vereinbarung keine weiteren Sanktionen gegen die Türkei verhängen. Die zuvor erlassenen wirtschaftlichen Sanktionen sollen aufgehoben werden, sobald die Abmachungen erfüllt sind.

Die türkische Offensive im Nordosten Syriens begann vergangenen Mittwoch, kurz nachdem Trump beschlossen hatte, die amerikanischen Truppen aus dieser Region abzuziehen. Laut Pompeo gaben die Vereinigten Staaten damit keine Einverständniserklärung für die Offensive.

Seit Mittwoch sind bereits fast fünfhundert Personen ums Leben gekommen, berichtet das Syrische Observatorium für Menschenrechte am Donnerstag. Es handelt sich um 224 SDF-Kämpfer, 184 von der Türkei unterstützte Rebellen und 72 Zivilisten. Aufgrund der Gewalt sind rund 200.000 Bewohner der Region auf der Flucht.

Dieser Artikel wurde von Iede de Vries geschrieben und veröffentlicht. Die Übersetzung wurde automatisch aus der niederländischen Originalversion generiert.

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