Frederiksen gab die Einigung bekannt, nachdem sie König Frederik X über das Ergebnis der Koalitionsverhandlungen informiert hatte. Am Dienstag stellt sie das Regierungsprogramm vor, am Mittwoch folgt die Bekanntgabe der Minister.
In der zweiten Runde
Die neue Koalition besteht aus den Sozialdemokraten, der Sozialistischen Volkspartei, der links-liberalen Radikale Venstre und der zentristischen Partei Moderaten. Damit endete ein Formationsprozess, der in die längsten Regierungsverhandlungen in der dänischen Geschichte mündete.
Die Wahlen im März führten zu einem gespaltenen Parlament. Obwohl die Sozialdemokraten erneut die größte Partei wurden, verzeichneten sie ihr schwächstes Wahlergebnis seit 1903. Dennoch gelang es Frederiksen – in zweiter Instanz – die Verhandlungen abzuschließen und an der Macht zu bleiben.
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Moderaten
Nachdem Frederiksens erster Versuch scheiterte, erhielt auch der Vorsitzende der liberalen Venstre-Partei die Chance, ein Kabinett zu bilden. Er versuchte, mit rechten Fraktionen eine Einigung zu erzielen. Auch diese Verhandlungen scheiterten.
Eine Schlüsselrolle kam den Moderaten zu. Diese Zentrumspartei hatte eine Position zwischen dem linken und rechten Lager und konnte daher in beide Richtungen agieren. Letztlich entschied sich die Partei für eine erneute Teilnahme an einer zentristisch-linken Koalition.
Grüne Landwirtschaft
Die vier Regierungsparteien verfügen gemeinsam nicht über eine parlamentarische Mehrheit. Minderheitsregierungen sind jedoch in Dänemark üblich. Die neue Koalition kann dabei auf Unterstützung von Parteien außerhalb der Regierung bauen, um eine Mehrheit für politische Maßnahmen zu erzielen.
Frederiksen zufolge wird das neue Regierungsprogramm stark auf Tierschutz und die Ökologisierung der Landwirtschaft setzen. Diese Themen spielten auch während des Wahlkampfs eine wichtige Rolle, nachdem ihre vorherige Regierung bereits diesen Kurs eingeschlagen hatte.

