Nestlé hatte bereits mit dem Rückruf von Babyprodukten in Dutzenden von Ländern begonnen, aufgrund möglicher Kontamination mit Cereulid. Diese Substanz kann Übelkeit und Erbrechen verursachen. Ebenso wird Durchfall als mögliche Beschwerde genannt. Es handelte sich um spezifische Chargen, nicht um alle Produkte.
Das Cereulid wurde in einer Charge Milchpulver in einer Nestlé-Fabrik in den Niederlanden gefunden, woraufhin Untersuchungen die Spur zum betroffenen Inhaltsstoff bestätigten. Lactalis sprach von einer freiwilligen Rückrufaktion aufgrund von Cereulid, das von einem chinesischen Lieferanten geliefert wurde. Das französische Landwirtschaftsministerium bestätigte, dass ein Lieferant in China die betroffene Grundsubstanz herstellte.
Danone geriet über Singapur in den Fokus, wo die örtliche Lebensmittelbehörde vorsorglich eingriff. Danone stoppte den Verkauf bestimmter Babynahrungen, während die Behörden den Rückruf einer Charge Dumex Dulac 1 anordneten. Danone erklärte, dass es sich um eine begrenzte Menge handle, höchstens „einige Paletten“.
In Frankreich läuft zudem eine gerichtliche Untersuchung zu einem möglichen Zusammenhang zwischen dem Tod eines Babys und Babymilchpulver von Nestlé. Über das Ergebnis der Untersuchung wurde noch nichts Definitives mitgeteilt.
Die Unruhe wirkt sich auch auf die Finanzmärkte aus. Ein starker Rückgang der Aktienkurse von Nestlé, Danone und Lactalis wird berichtet.

